A Day To Remember - You’re Welcome

Review

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A DAY TO REMEMBER haben sich nach dem Erfolgsalbum „Bad Vibrations“ (2016) vergleichsweise viel Zeit für den Nachfolger gelassen. Immerhin knapp viereinhalb Jahre sind bis zu „You’re Welcome“ ins Land gezogen. Getreu dem Motto „Never change a winning concept“ sind die Fragen nicht, welche Überraschungen auf die Hörerschaft warten, sondern wie mitreißend, abwechslungsreich und ausgeklügelt „You’re Welcome“ geworden ist.

A DAY TO REMEMBER legen weiterhin Wert auf Hooklines

Die Antwort darauf ist recht simpel: A DAY TO REMEMBER sind sich treu geblieben und haben ihr Händchen für gute Melodien beibehalten. Das alleine dürfte Fans der letzten Veröffentlichungen völlig zufriedenstellen. „You’re Welcome“ legt zwar noch mehr Wert auf Hooks, Ohrwürmer und Stadionhymnen, macht aber auch deshalb Laune. Es bleibt trotzdem schade, dass der Hard- und Metalcore-Anteil immer mehr aus dem Sound verschwindet. Fast schon prophetisch, dass das noch am ehesten in der härteren Ecke zu findende „Last Chance To Dance (Bad Friend)“ betitelt ist.

Aber das kleine Tränchen der Nostalgie weggedrückt, spielen A DAY TO REMEMBER auf „You’re Welcome“ eben ihre anderen Stärken aus. „Mindreader“ gibt die Marschroute schon früh zu Protokoll und serviert eingängigen Pop-Punk, der immer wieder die Grenze zum Pathos streift, sie aber nur selten übertritt. Stattdessen verströmen Songs wie „Viva La Mexico“ und „Degenerates“ mit ihren flirrenden Melodien und Kopfnick- bis Hüpf-Rhythmen Feel-good-Vibes, die eben auch eine Qualität sind. Dass sich zwischendrin auch der Schlendrian einschleicht und der Wunsch nach möglichst vielen Hits eher in solides Allerlei abdriftet, ist fast schon logisch. „Only Money“ oder „Everything We Need“ sind gute Beispiele für die dick verpackten, aber eben eher mit Kitsch aufgeladenen, konventionellen Pop-Momente, die im hiesigen Radio unaufgeregt vorbeirauschen.

„You’re Welcome“ liegt der Fokus weiterhin auf Eingängigkeit

Mangelnde Abwechslung ist dennoch nichts, was man „You’re Welcome“ vorwerfen könnte. Schlussendlich legen A DAY TO REMEMBER den Fokus auf Eingängigkeit, die ziemlich leicht runtergeht. Das ist eben auch ein Kunststück und entspricht der gehobenen Klasse im Pop-Punk, dürfte nun aber auch final die Metalcore-Fans in ihren Reihen vertreiben. Daran gemessen, was es ist und was die Band sich für das Album vorgestellt hat, ist der Plan aber sicherlich aufgegangen. Nichts, was ich persönlich als „Jahreshighlight“ verbuche, aber eben mehr als nur grundsolide und gut gemacht.

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03.03.2021

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