1Emocore (seit neustem auch als Screamo bezeichnet) ist in den Staaten derzeit DER Trend schlechthin und so langsam findet sich auch die ein oder andere Scheibe als Strandgut an europäischen Küsten. Ich bin mir sicher, in Zukunft wird es immer schwieriger als Emocore-Band nicht in der Flut an entsprechenden Veröffentlichungen zu versinken. Auch A Static Lullaby könnte so ein Schicksal ereilen. Nicht, dass diese Band über zu wenig Potential verfügt, aber ihr Stil setzt wenig entfernt von dem Gros an Genrevertretern an. Härter als Thursday, spröder als The Used und weit weniger kantig als Poison The Well werfen A Static Lullaby ein gesundes Verhältnis von Hardcore und Emo in den Kochtopf. Dabei legen die Musiker ein erstaunlich engagiertes Spiel an den Tag. Allen voran der Drummer, der sich erstaunlicherweise nicht in der Vielzahl an Variationen und Fill-ins verliert. Die Gitarrenfraktion steuert im Gegenzug mit gekonnten Harmonien einiges an Ohrwurmpotential bei, während das Wechselspiel zwischen glasklarem, melodischen Gesang und Herzblut-Schreien das Album stets in Balance hält. Produzent Steve Evetts (Sepultura, Turmoil, Earth Crisis) tat gut daran die Produktion relativ trocken und authentisch zu halten. Ohne jeglichen Bombast wird jedem Instrument der gebührende Platz eingeräumt. Fazit: Alles in allem hat „…And Don’t Forget To Breathe“ einfach alles, was man von einem Emocore-Album erwarten kann. Ob das reicht, um sich innerhalb der Masse von Screamo-Releases durchzusetzen? Qualitativ haben sie jedenfalls das Zeug dazu. Stark!



















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