Body Count
Hoffnung ist alles, was ich habe

Interview

BODY COUNT sollten neben den Festivals ihr einziges Konzert in Deutschland in Hamburg spielen. Also rechtzeitig Karten besorgt und mit dem Zug von Stuttgart nach Hamburg und direkt zum Club, wo man draußen gerade den Soundcheck hören konnte. Dreißig Minuten später und pünktlich zum Termin wird man nett und höflich vom Gitarristen Ernie C. für das Interview empfangen, einem der letzten beiden verbliebenen Gründungsmitglieder der Band.

Konzertfoto von Body Count 2018 Grosse Freiheit, Hamburg

Ernie C. vier Stunden später auf der Bühne mit Body Count in Hamburg

Hi Ernie, wie läuft die Tour denn bisher?

Wir haben erst vier Konzerte gespielt, und die waren alle sehr gut. Man sagt immer, dass das vierte Konzert die Tour definiert und bestimmt, wie es läuft. Naja, und das vierte Konzert lief sehr, sehr gut.

Ihr habt aber eine Tour mit vielen verschiedenen Auftritten, Rock am Ring, Rock im Park, gestern eine Clubshow in Amsterdam und heute zwei ausverkaufte Konzerte in Hamburg.

Wir mögen die kleineren Konzerte, damit haben wir schließlich in den Neunzigern begonnen. Die Festivals sind dann das Neue für uns und es macht Spaß. Aber im Club sind deine wahren Fans da und sie gehen richtig ab. Deswegen waren die Konzerte auch so schnell ausverkauft.

Was erwartet ihr denn für heute? Ihr spielt zwei ausverkaufte Konzerte an einem Abend. Habt ihr das schon mal gemacht?

In den Neunzigern, als wir jünger waren, haben wir das schon mal gemacht. Wir als Band haben gerade sehr viel Energie und es macht uns Spaß, Konzerte zu geben, so dass es eigentlich kein Problem sein sollte. Wir spielen das erste Konzert, warten bis sich der Saal geleert hat, bringen wieder Publikum rein und da ja alle Fans wirklich wegen uns da sind, können wir deren Energie gut aufsaugen. Das hat man bei einem großen Festivalpublikum nicht.

Habt ihr eigentlich von der Ticketsituation gehört?
Beide Konzerte sind ausverkauft, wobei das erste schon im Januar angekündigt worden ist und sich innerhalb einer Stunde ausverkauft hat. Das zweite Konzert wurde dann vier Wochen später angekündigt und hat sich innerhalb eines Tages ausverkauft. Am Abend des Tages, an dem das erste Konzert angekündigt worden ist, gingen die Tickets bei ebay für 180€ weg. Das ist das vierfache des ursprünglichen Preises. Also haben sich dann später alle Leute mit Karten für das zweite Konzert eingedeckt um ein Geschäft zu machen. Mittlerweile bekommt man für das zweite Konzert die Karten aber für 10€ hinterhergeworfen. Es ist also überhaupt nicht einzuschätzen was das heute für ein Publikum ist und ob es überhaupt beim zweiten Konzert voll wird.

Es gibt immer Leute, die sich einen Dollar dazuverdienen wollen. Wir spielen die Clubshows eigentlich für unsere wahren Fans und nicht um ordentlich Gewinn einzustreichen. Nur mit den Clubshows verdienen wir eigentlich nicht viel Geld.

Egal ob bei dem zweiten Konzert jetzt niemand da ist, da die Schwarzhändler die Karten nicht losgeworden sind, oder unsere Fans uns mal für 10€ sehen können, wir werden auf jeden Fall da sein. Und wenn keine Fans da sind, werden wir Leute von der Straße einladen um sich das Konzert anzusehen.

Galerie mit 25 Bildern: Body Count - live in Hamburg 2018 Galerie mit 25 Bildern: Body Count - live in Hamburg 2018

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Quelle: Interview mit Ernie C. am 05.05.2018
13.06.2018

Schuld ist man immer nur selbst, alles andere ist Feigheit.

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1 Kommentar zu Body Count - Hoffnung ist alles, was ich habe

  1. nili68 sagt:

    Ich verbinde Ice-T immer noch mit Law & Order haha. Schon komisch den als Gangster Rapper/Metaller zu sehen. Schon klar, dass es die eigentlich schon voll lange gibt. lol