Abusiveness - Hybris

Review

ABUSIVENESS, die Band mit dem kolossal unleserlichen Logo, kennt im Wesentlichen nur zwei Tempi: „flott“ und „schnell“. Deshalb spare ich mir das an dieser Stelle übliche Einleitungsgeplänkel und komme lieber gleich zur Sache. Nur keine Zeit verlieren!

Intro? Vorhanden, aber das interessiert eh keine Sau, also schnell überspringen. Knüppelknüppelknüppelknüppel. Moment mal, das kommt mir bekannt vor. Es gab da doch mal diese MARDUK-Platte, die quasi nur aus Blastbeats bestand und den wenig geistreichen, aber doch irgendwie kultigen Namen „Panzer Division Marduk“ trug… Dann muss dieses Album hier wohl „Panzer Division Abusiveness“ heißen, klingt es der mehr oder weniger legendären schwedischen Prügelorgie doch schließlich recht ähnlich.

Nun gut, die Gitarren sind eindeutig Death-Metal-beeinflusst, die Songs enthalten mehr Breaks und der monotone Gesang kann Ex-MARDUK-Keifer Legion keineswegs das Wasser reichen, aber ansonsten kommt das schon ganz gut hin. Wie bereits angedeutet: ziemlich kompromissloses Dauergeknüppel eben – ein, zwei Songs lang ist das auch gar nicht verkehrt, aber danach wird’s echt öde und man wünscht sich sehnlichst ein bisschen Abwechslung herbei. Den Songwriting-Grundkurs könnten die Polen gerade noch bestehen, aber für den Leistungskurs ist das alles viel zu repititiv und eintönig. Hier und da versuchen ABUSIVENESS zwar doch noch, die Angelegenheit mithilfe von Melodien aufzulockern, aber so richtig will das nicht funktionieren, da das Gaspedal nunmal beinahe konstant durchgetreten ist.

So verkommt die anfänglich angenehm brutal dreschende „Hybris“ mit fortschreitender Spielzeit immer mehr zu grauem Durchschnittsbrei, der zwar keine richtigen Patzer, jedoch beileibe auch keine Jahrhunderteinfälle enthält und heute wohl niemanden mehr hinter dem Ofen hervorzulocken vermag. In nicht weniger als guten 15 Jahren Bandgeschichte sollten ABUSIVENESS eigentlich gelernt haben, dass Raserei nur dann wirkt, wenn sie entsprechend kontrastiert wird.

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31.07.2007

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