After Earth - Dark Night Of The Soul

Review

Soundcheck Dezember 2025 Special# 11

Die noch recht frischen AFTER EARTH aus Schweden haben 2023 ihr Debüt „The Rarity Of Reason“ veröffentlicht und vergangenen September den Zweitling „Dark Night Of The Soul“ nachgelegt. In unserem Dezember-Soundcheck, der sich ganz den Eigenproduktionen widmet, ist das Quintett im oberen Mittelfeld gelandet. Zuhause im Keller beziehungsweise im Proberaum aufgenommen haben AFTER EARTH das Album jedoch nicht. Stattdessen haben sie sich drei Wochen in den Götheburger Obsidian Recording Studios gegönnt. Deren Chef Robert Marcko hat „Dark Night Of The Soul“ produziert und gemastert. Das Ergebnis kann sich hören lassen, und mit ihrem Melodic Death bleiben AFTER EARTH der typischen musikalischen Kost ihrer Heimat treu.

„Dark Night Of The Soul“ beginnt durchwachsen

Los geht es etwas pompös mit dem orchestralen Intro „Shivelight“. Dieses stammt aus der Konserve, was gerade bei einer Eigenproduktion natürlich entschuldbar ist. Im weiteren Albumverlauf kommen orchestrale beziehungsweise klassische Arrangements ebenfalls vor. Der eigentliche Opener „The Lucent Sun“ zeigt sich nicht allzu heavy und mit einem Gespür für Melodien. Von Hocker reißt er allerdings nicht. Stattdessen klingen AFTER EARTH hier wie eine herkömmliche Melodeath-Nachwuchsband, auch wenn die Stücke durchaus etwas können. Auch die nächsten paar Tracks ändern an diesem Urteil wenig. Interessante Momente und stärkere Parts sind jedoch vorhanden.

AFTER EARTH reißen das Ruder herum

Bergauf geht es in der zweiten Albumhälfte, etwa ab „King From Within“. Das Tempo zieht an, der Sound wird tighter und die Hooks häufen sich. Besonders positiv stechen „Throe“ und „Til Daylight Dies“ hervor. Letzterer stellt das Highlight auf „Dark Night Of The Soul“. Trotz des vorhandenen Pathos wird es nicht kitschig. Auch auf der zweiten Albumhälfte verfallen AFTER EARTH noch manchmal in einen Trott, jedoch weit nicht so sehr wie zu Anfang. Ein paar dieser Stücke in der ersten Hälfte zu positionieren, hätte den Hörer:innen sicher den Zugang zum Album erleichtert. Bei einer Laufzeit von über 50 Minuten hätte man außerdem auf ein, zwei der schwächeren Tracks verzichten können. Insgesamt reißt die Band das Ruder aber ausreichend stark herum, um mit einer soliden Sieben abzuschließen.

15.12.2025

headbanging herbivore with a camera

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