Against The Plagues - Purified Through Devastation

Review

Seit 2005 als Band unterwegs, sind AGAINST THE PLAGUES aus Chicago keine Neulinge mehr, und dies hört man ihrem neuen, dritten Album „Purified Through Devastation“ (nach ihrem 2010er-Werk „Decoding The Mainframe“) zu jeder Sekunde an. Denn das Album klingt reif, klug durchdacht, technisch perfekt und erwachsen – nur lässt es dabei auch die Frische und die Spontaneität missen, die Werke aus dem Grenzbereich zwischen melodischem Black und Death Metal oft zu etwas Besonderem machen.

Bei aller Finesse im Songwriting, bei allen netten Details, die AGAINST THE PLAGUES im Verlaufe von „Purified Through Devastation“ immer wieder einstreuen, bei aller ausgereiften Herangehensweise – das Album klingt auf Dauer eher langatmig denn mitreißend. Daran trägt das Klanggewand – das Album klingt sehr wuchtig, aber auch sehr glatt – sicherlich eine größere Mitschuld, aber auch das Material selbst überzeugt nicht auf ganzer Linie. Zwar lassen AGAINST THE PLAGUES immer wieder mit netten Ideen aufhorchen – man höre die Piano-Melodie am Ende von „All Flesh Had Corrupted“, den Midtempo-Mittelteil in „Praetorian Icon“ oder das DIMMU BORGIR-artige, rhythmische Riffing zu Beginn von „Theokratia“ -, aber alles in allem bietet „Purified Through Devastation“ wenig Innovation und wenige zwingende Ideen.

Und so liefern AGAINST THE PLAGUES mit „Purified Through Devastation“ eben ’nur‘ ein nettes, rundum ordentliches Album zwischen etwas melodischeren IN AETERNUM, etwas Death-Metal-lastigeren, mittleren DIMMU BORGIR und einer keyboardorientierten Version von DISSECTION mit dem Druck-ohne-Sinn-und-Verstand-Sound von BEHEMOTH in den 00er-Jahren ab. Das kann man sicherlich gut finden, und es gibt Momente, wo sowas genau das Richtige ist – zum Beispiel als Nebenbei-Beschallung auf der Autobahn. Aber ein superbes Album ist „Purified Through Devastation“ auch nicht.

11.12.2015

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