Ars Macabra - Hate Induced Trance

Review

Wenn ich ehrlich bin, dann fällt mir kaum eine Band aus Italien ein, die mich je hat wirklich überzeugen können, zumindest wenn es um Black Metal geht. Mit ARS MACABRA folgt nun die nächste Band aus dem Land der Pizza und Pasta, vielleicht schaffen sie es ja? Zuerst einmal sahen die Chancen dafür mehr als schlecht aus. Songtitel wie “Ahnenerbe“ ließen mich eher an die peinliche Runenforschung des NS-Regimes, denn an guten Black Metal denken. Ob die Band wusste, um welche Institution es sich dabei handelt oder ob man einfach nur einen “coolen“ deutschen Titel nehmen wollte, lasse ich einfach dahin gestellt, dumm ist es auf jeden Fall, egal was der Grund ist. Besonders dämlich wirkt das Ganze dann, wenn man sich ansonsten lyrisch gegen die Menschheit und für deren Vernichtung positioniert.( die Band hat mir als Reaktion auf das Review mitgeteil, dass sie nichts mit NS und dergleichen zu tun habe- Philip)

Kommen wir also zur Musik und entgegen meiner Erwartung ist diese recht anständig. Die Italiener mögen ihren Black Metal mit einem ordentlichen Schuss Chaos und technischer Raffinesse, garniert mit immer wieder auftauchenden kriegslüsternen Samples. In der Gesamtheit der Songs von “Hate Induced Trance“ werde ich hin und wieder an ARKHON INFAUSTUS erinnert, wenngleich ARS MACABRA nicht ganz so chaotisch vorgehen. Besonders der Gesang soll hier positiv hervorgehoben werden, da dieser in seiner aggressiven, fast schon krankhaften Art einen großen Anteil am Gelingen des Albums hat.

Es soll aber auch nicht verschwiegen werden, dass das Zweitwerk des Quartetts noch einige Längen hat. Vielleicht ist eine Spielzeit von über 40 Minuten bei dieser Spielart des Black Metals ein wenig zu lang, denn irgendwann hat man das Gefühl, es würde einem gleich der Kopf platzen. Insgesamt ist dieses Album auf jeden Fall eines der besseren aus Italien, auch wenn ich nicht so weit gehen würde, es als wirklich gut oder herausragend zu bezeichnen. Gehobener Durchschnitt trifft es wohl ganz gut.

18.06.2008

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