Artas - The Healing

Review

Aus Österreich machten sich fünf Mannen auf, die Welt das Fürchten zu lehren. So fängt nicht etwa ein Märchen an, sondern so könnte man die bisherige Geschichte der österreichischen Band ARTAS – ehemals bekannt als STAUB & SCHATTEN – umschreiben.

Über zwei Jahre hatte sich die Band in ihrem Proberaum versteckt, um an ihrem Material zu feilen, bevor sie dann 2007 auf dem Metalchamp-Nachwuchs-Wettbewerb zum Marsch blasen konnte. (Na gut, Konzerte gab es zwischendurch natürlich auch.) Ihr Auftritt dort war so mitreißend, dass sie es schafften, den ersten Platz zu belegen. Somit war auch direkt der erste Label-Vertrag klar: Der erste Preis war nämlich nichts Geringeres, als ein Vertrag mit dem österreichischen Label Napalm Records. Es folgte die Namensänderung in ARTAS, und nun liegt das erste „richtige“ Album der Band vor.

„The Healing“ soll ein moderner Bastard sein, der alle möglichen Stilrichtungen in sich vereint – von Neo-Thrash (der meines Erachtens überwiegt) über Melodic Death bis hin zu Metalcore ist alles dabei. Modern Metal soll das Kind heißen. So nichts sagend der Begriff an sich ist, so zutreffend ist er allerdings auch. Im Moment ist es modern das zu spielen, was ARTAS so von sich geben. Die Abmischung ist natürlich auch modern, niemand anderes als Jacob Hansen ist dafür verantwortlich – welch ein Wunder. Aber nicht zu früh urteilen. Die fünf Österreicher wissen der ganzen Chose einen eigenen Stempel aufzudrücken. Allein schon durch die Sprachvielfalt – englisch, deutsch und spanisch – kann man aus dem Wust an anderen Veröffentlichungen ähnlicher Art heraustreten. So richtig eigenständig ist es dann aber leider doch nicht, denn musikalisch spielt man in einer Liga mit Bands wie FEAR MY THOUGHTS zu Zeiten von „Hell Sweet Hell“ und „Vulcanus“, HEAVEN SHALL BURN und den neuen Scheiben von NEAERA und NIGHTRAGE.
Immerhin gibt es noch ein wirkliches Novum, hat man sich doch an eine Coverversion von COOLIOs „Gangsta’s Paradise“ herangetraut. Auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig und komisch anmutend entwickelt sich das Lied aber ziemlich schnell zu einem Ohrwurm. Und bei genauerem Hinhören merkt man, dass sich dabei doch etwas mehr Arbeit gemacht wurde, als einfach nur den Song eins zu eins zu übernehmen.

Alles in allem also nicht die Sensation des Jahres die versprochen wird, aber durchaus sehr solide und ausbaufähig. Die Jungens haben Potential und Spaß beim Spielen, das merkt man den Songs durch die Bank an. Allen, die keine Berührungsängste mit den oben genannten Bands haben, kann man dieses Album also durchaus ans Herz legen.

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30.09.2008

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