Athanasia - The Order Of The Silver Compass

Review

Ein bisschen Namedropping vorweg: ATHANASIA ist die neue Band des ehemaligen FIVE FINGER DEATH PUNCH-Gitarreros Caleb Bingham, des ex-ASCENSION-Bassisten Brandon Miller und des ex-WEDNESDAY 13/MURDERDOLLS-Drummers Jason West – und die drei Herren haben sich zusammengetan, um mal ordentlich auf den Putz zu hauen. Wie das mit allerlei okkultem Firlefanz überladene Coverartwork ihres Albums „The Order Of The Silver Compass“ schon erahnen lässt, drehen sich hier nämlich weniger die Stöckchen des Schlagzeugers, sondern vielmehr die Pentagramme. Und wahrscheinlich auch die Matten der Protagonisten.

ATHANASIA hauen ordentlich auf den Putz

Ihr seht schon: ATHANASIAs Musik verkauft sich als Extreme Metal mit Einflüssen aus Death, Thrash und Black Metal und ist somit schon eine ganze Nummer heftiger als der melodische Nu Metal von 5FDP oder der Horrorpunk der Mörderpuppen. Jetzt ist es aber so, dass Bingham & Co. nicht einfach nur mit der Faust auf den Tisch hauen, sondern gleichzeitig auch hochmelodisch zu Werke gehen wollen. Eine Sache, die nicht notwendigerweise funktionieren muss.

Und es ist streckenweise anstrengend. Da stehen, wie im Opener „Read Between The Lines“ oder in „Nightmare Sound“, auf der einen Seite stumpfe Black-/Death-Metal-Parts mit unflexiblem Fauchgesang. Auf der anderen Seite stehen dann Kniekehlenriffs mit Subwoofer-Bässen, dezente MEGADETH-Harmonien und klebrige Kaugummi-Melodien. Das fügt sich aber leider nicht zu einem Ganzen zusammen, sondern läuft ohne Verbindung nebeneinander her. Bei anderen Songs versuchen die Musiker gar nicht erst diese Zwangssymbiose: „Spoils Of War“ funktioniert eher dadurch, dass der Song durchgehend melodisch gehalten ist, und der Titeltrack funktioniert weitgehend als Vertreter der extremeren Stilzutaten.

Die Songs auf „The Order Of The Silver Compass“ sind nicht immer schlüssig

Eine Offenbarung ist „The Order Of The Silver Compass“ aber nicht: Dafür sind insgesamt die Songs einfach nicht schlüssig oder memorabel genug. Dass die Musiker allerdings ihr Handwerk verstehen, liegt bei ihrer Banderfahrung auf der Hand. Da gibt es also nichts zu meckern. Geschmackssache ist hingegen der klinische und auf Loudness getrimmte Sound der Platte: Das geht dann wohl als modern durch. Wenn es ATHANASIA also auf weiteren Veröffentlichungen schaffen, eine bessere Symbiose ihrer Einflüsse hinzubekommen, dürfte es deutlich interessanter werden; „The Order Of The Silver Compass“ ist dies allerdings nicht.

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15.03.2019

- Dreaming in Red -

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