August Burns Red - Guardians

Review

Soundcheck April 2020# 11 Galerie mit 15 Bildern: August Burns Red - The Final March Tour 2018

„Wir möchten nur, dass die Fans, die uns Jahr für Jahr unterstützen, das Gefühl haben, dass wir die bestmögliche Platte herausbringen, die wir machen können.“ Die Herangehensweise und der Grundgedanke den AUGUST BURNS RED sich mit ihrem neuesten Streich „Guardians“ auf die Fahne geschrieben haben ist ehrenvoll, wenn aber auch keine leichte Aufgabe. Die besteht zum einen darin erneut eine ordentliche Ladung in den Metalcore-Ofen zuschmeißen, damit dieser ein gewaltiges Feuer unter Ärschen macht und zum anderen die Lobeshymnen des letzten Releases „Phantom Anthem“ noch zu toppen.

AUGUST BURNS RED auf der Suche nach der helfenden Hand

Dabei kann eine Band, die seit 2003 im oberen Rang des Modern Metal mitzockt, stolpern, fallen, stehen bleiben.  Für die Zeiten, in denen es nicht besonders gut für einen läuft, sollte jeder seine Helfer haben, seine „Guardians“. Diese, die das entscheidende Thema der Platte darstellt, brauchen AUGUST BURNS RED hörbar auch im Jahre 2020 nicht. Die Band stolpert und wackelt nicht. Das einzige was wackelt sind die Wände, wenn die Combo aus Pennsylvania in die Instrumente kloppt.

„It takes two….“

Die mächtige Welle aus luftigen Gitarren und tief in die Magengrube treffenden Vocals, die mit dem Aushängeschild und Vorab-Release „Defender“ anrollt, zieht tief in einen Sog aus melodischer, harter Verzweiflung. Ein vertonter Hilfeschrei : „I would do anything to make it through, but it takes two. One is me, the other’s you.“ Shouter und Frontstimme Luhrs holt tief Luft und teilt aus während Greiner frenetisch seine Drums zerknüppelt.

Mit gehauchten Lyrics und flirrenden Gitarren schleicht sich „Paramount“ aus dem Hinterhalt an und bricht innerhalb weniger Sekunden mit einem lodernden Gitarrenfeuer und stampfenden Beat aus sich heraus. Chorale Shouts und eine eingängige Hookline heizen weiter ein und machen den Track zu verdammt gutem Live-Material. Das Gitarren-Duo-Infernale Brubaker und Rambler zeigt eine Perfektion an den Saiteninstrumenten, die fast nicht von dieser Welt, die Ohrenschmaus vom Feinsten ist und bleibt.

Feste Säulen durch Fingerspitzengefühl

„Guardians“ steht auf festen Säulen, die die Band sich über die Jahre, durch Erfahrung und musikalischem Fingerspitzengefühl, selbst erschaffen hat und lässt das Ganze nicht eine Sekunde ins Wanken kommen, lässt keine Langweile aufkommen. Es pumpt und wütet, entspannt und wühlt auf, arbeitet auf Hochdruck in den genau richtigen Nuancen und Momenten.

„Guardians“: Mächtiger Input in Balance

Die US-Amerikaner beweisen erneut ein gutes Händchen in Sachen Songwriting. Die Kompositionen finden die richtige Balance zwischen modernen Einflüssen und erdigem Metalcore und auch wenn es diesmal keine Gratwanderung ist, oder der Fünfer gewaltige, stilistische Sprünge vollführt, führen AUGUST BURNS RED qualitativ hoch angesiedelt ihre Discographie weiter.

Damit werden sie ihrem eigenen Anspruch, dem Fan das beste, aktuelle Werk zuliefern, am Ende des Tages nicht nur gerecht, sondern schieben mit „Guardians“ der Metalcore-Gemeinde eine Scheibe über den Ladentisch die mächtig ist, die viel Input liefert, aber auch verdammt Laune darauf macht die Nackenmuskulatur wieder auf vollste Anspannung zu bringen.

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28.03.2020

It`s all about the he said, she said bullshit.

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11 Kommentare zu August Burns Red - Guardians

  1. nili68 sagt:

    >schieben mit „Guardians“ der Metalcore-Gemeinde eine Scheibe über den Ladentisch die mächtig ist<

    Ich sehe mich ja durchaus als Zielgruppe, aber das gefällt mir überhaupt nicht. Ich weiß nicht, wieso mir die Assoziation in den Sinn gekommen ist, aber das gefällt bestimmt Leuten, die auch Rage Against The Machine mögen, was keine gute Assoziation ist.

    1. ClutchNixon sagt:

      Womöglich machst du dir die Mühe und vollziehst die Entwicklung der Band über das Studium des Back – Katalogs nach? Denn wenn ‚Leveler‘ anno 2011 nicht das zumindest dein Wohlwollen als MC Freund weckt, dann lieber Nili, ja dann weiß ich auch nicht.

      1. nili68 sagt:

        Ja, Leveler ist um Welten besser als das da oben, wie mir Youtube gerade verraten hat, aber auch nichts Besonderes. Vielleicht bin ich auch kein direkter Metalcore-Fan, sondern mag halt nur ausgewählte Sachen, wie https://www.youtube.com/watch?v=uTbTqtvsG3I oder https://www.youtube.com/watch?v=rmtU2WJfPgU oder https://www.youtube.com/watch?v=pns297l_sfs

      2. nili68 sagt:

        Nagut, nochmal ohne Links, da die Moderation wieder zugeschlagen hat und eh nie freischaltet oder wenn’s keine Sau mehr interessiert..

        Ja, Leveler ist um Welten besser als das da oben, wie mir Youtube gerade verraten hat, aber auch nichts Besonderes. Vielleicht bin ich auch kein direkter Metalcore-Fan, sondern mag halt nur ausgewählte Sachen, wie ETHS, THE DEVIL WEARS PRADA oder PERIPHERY..

  2. Steppenwolf sagt:

    Ich bin mit ABR nie wirklich warm geworden und werd’s wahrscheinlich auch nicht mehr, weil Metalcore einfach auch nicht mehr das ist was mich in ekstase versetzt.
    Ich habe stets die Sachen von As I Lay Dying, Parkway Drive, Dakest Hour oder auch die ersten Caliban sachen vorgezogen.

    1. Steppenwolf sagt:

      HSB natürlich auch…

  3. doktor von pain sagt:

    Für mich haben August Burns Red immer zu den wenigen wirklich aus der breiten Masse herausragenden Metalcore-Bands gezählt. Das neue Album ist vorbestellt, klarer Fall.

    1. ClutchNixon sagt:

      Ich befürchte nur, dass weniger mit verschiedenen Stilen experimentiert wird.

      1. doktor von pain sagt:

        Das mit der zurückgehenden Experimentierfreudigkeit könnte natürlich sein, gerade das mochte ich an der Band. Aber egal, gekauft wird das Album so oder so. Auf eines mehr oder weniger kommt es bei meinem großen Musikkonsum eh nicht an, um es mal so zu sagen.

    2. nili68 sagt:

      >klarer Fall.<

      Bist du dir WIRKLICH sicher? Überleg's dir lieber noch mal, ehe du das nicht mehr rückgängig machen kannst!!

  4. doktor von pain sagt:

    Bedenken waren unnötig, das Album ist – mal wieder – ein Knaller geworden.

    9/10