August Burns Red -
Die positive Einstellung beibehalten

Interview

In Zeiten von Kontaktsperren und abgesagten Konzerten halten AUGUST BURNS RED an ihrem „Guardians“ fest und veröffentlichten, ohne Verschiebung, wie geplant ihre neue Scheibe, die somit etwas Abwechslung auf dem Plattenteller der zuhause sitzenden Metalcore-Gemeinde bringt. „Guardians“ betrachtet aus unterschiedlichsten Blickwinkeln die Wächterfunktion, die helfende Hand. Ob als Empfänger oder Sender. Wir haben unsere Fühler ausgestreckt und mit Gitarrist Brent Rambler Kontakt aufgenommen, um mit ihm darüber zu reden.

 

August Burns Red Cover Artwork Guardians

In eurem neuen Album geht es um das Hauptthema der helfenden Hand in schwierigen Zeiten hilft. Woher kommt diese Idee? Gibt es eine Geschichte dahinter?

Dahinter steckt eigentlich keine allgemeine Geschichte. Wir haben beim Durcharbeiten der Texte gemerkt, dass sich irgendwie automatisch und inhaltlich alles um dieses Thema dreht. Das hat sich von alleine so ergeben und es passt einfach.

Wie einfach oder hart war die Arbeit am aktuellen Album? Der Schreibprozess fand dieses Mal ja eher als Gruppenarbeit statt.

Der Prozess war nicht allzu schwierig. Obwohl wir alle an der Aufnahme beteiligt waren, konnten wir alles gemeinsam und differenziert abarbeiten und zusammenfügen. Es gab damit eigentlich kaum Streit oder Diskussionen.

„Guardians“  ist mit seinen Texten sehr intensiv gleichzeitig seid ihr erneut sehr melodisch unterwegs. Wie würdest du selber eure neue Scheibe beschreiben?

Ich denke, es klingt wie eine typische AUGUST BURNS RED-Platte. Wir wollten eine Platte, von der wir dachten, dass sie unseren Fans gefallen würde, und ich denke, wir haben das geschafft.

Vor einiger Zeit habt ihr in einem Interview folgendes über eure Musik gesagt: „Wir möchten Fans und Hörern den Zugang zu unserer Musik erleichtern.“ Klingt danach, dass AUGUST BURNS RED keine Veränderungen mag.

Ich glaube nicht, dass wir es den Leuten unbedingt leicht machen wollen in unsere Musik einzusteigen. Aber wir möchten auch lieber Songs schreiben, auf die sich jeder sofort einlassen kann, anstatt dass jeder einzelne Track super bedeutungsvoll und komplex ist.

Brent Rambler @work (Summer Breeze 2017)

 

Bei „Bones“ geht es um Deals mit dem Teufel. Ein sehr interessantes Thema.

Eine Zeile in „Bones“lautet: „Wir haben einen Deal mit dem Teufel gemacht, der als Hilfe getarnt ist.“ Das Lied handelt davon, wie wir andere Kulturen als geringwertiger als unsere betrachten, auch wenn daran möglicherweise nichts falsches ist. Es geht darum, wie manchmal das Anbieten von Hilfe für andere falsch verstanden wird. Weil es uns besser geht, wir Hilfe anbieten können, aber sich dein Gegenüber schlecht damit fühlt.

Alleine vom Namen her passt eure Veröffentlichung irgendwie gerade sehr gut. Auch euch betrifft die Verbreitung des Covid-19-Virus. Wie ist es euch in der letzten Zeit ergangen?

Naja, wir haben unsere Tour wie viele andere Künstler verschoben. Wir sind alle gesund und munter zu Hause. Wir warten, wie viele andere Menschen, jetzt darauf, dass der Sturm vorübergeht und hoffen, dass die Menschen die festgelegten Richtlinien einhalten, damit wir sicher und schnell zum normalen Leben zurückkehren können.

Abgesagte Touren und Shows, momentan eine schwere Zeiten auch für die Metal-Szene. Wie ist man in diesen Zeiten der perfekte „Guardian“?

Man sollte seine positive Einstellung beibehalten und seine Lieblingskünstler auf jede erdenkliche Weise unterstützen. Das kann etwas bewirken. Versucht jemandem ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, anstatt Nachrichten zu verbreiten, die ängstlich oder wütend machen könnten.

Wann hast du das letzte Mal jemandem geholfen und warum?

Mein Sohn und ich haben in Baltimore ein paar Lebensmittel für Obdachlose gekauft. Mein Sohn kam von alleine auf diese Idee, was mich sehr gefreut hat.

Euch gibt es bereits seit 2003. Rückblickend, was war der merkwürdigste Moment für dich in all den Jahren?

Ich bin über die Monitore in London auf eine Menschenmenge von 5000 Menschen gefallen. Das war höllisch peinlich.

Worauf können wir uns bei AUGUST BURNS RED in der nächsten Zeit freuen?

Ihr könnt euch erstmal über die neue Platte „Guardians“ freuen und dann hoffen wir alle mal, dass wir bald wieder auf  Tour gehen können.

Danke dir. Die letzten Sätze an die Metal.de-Leser überlasse ich dir.

Vielen Dank fürs Lesen und hört euch „Guardians“ ab 03.April an.

Galerie mit 15 Bildern: August Burns Red - The Final March Tour 2018
Quelle: Brent Rambler; August Burns Red
03.04.2020

It`s all about the he said, she said bullshit.

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