August Burns Red - Leveler

Review

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Auf ihrem neuesten Streich versuchen die Metalcore-Puristen aus Pennsylvania ein wenig aus dem gängigen Schema auszubrechen und lockern einige ihrer Songs mit ein paar genrefremden Einflüssen auf. Bei „Internal Cannon“ werden auf akustische Weise einige Salsa-Elemente (!) verarbeitet, was dem Songmaterial zwar eine exotische Note gibt, allerdings auch nicht so viel zum Song beiträgt, dass man von einer mutig-revolutionären Idee sprechen kann. In anderen Augenblicken spielen AUGUST BURNS RED ein wenig mit der Atmosphäre und haben diesbezüglich insbesondere beim gelungenen „Carpe Diem“ einige interessante Ansätze. Psychothriller-Ambiente – kein schlechter Gedanke.

Die Band bleibt ansonsten ihrer bisherigen Rezeptur treu und beliefert die Fangemeinde zuverlässig mit recht schablonenhaftem Metalcore, der allerdings genügend Momente besitzt, die seine Daseinsberechtigung unterstreichen. So manche Gitarrenmelodie ist trotz technischen Anspruchs gelungen, immer dann, wenn die Band ein wenig im Extreme-Metal wildert, macht sie eine gute Figur. Der Opener „Empire“ zählt mit seiner kompositorischen Auffälligkeit zu den Highlights, ebenso der abschließende Titelsong, was den buchstäblichen Rahmen für „Leveler“ schonmal recht geschmackvoll erscheinen lässt. Dass sich immer wieder einige unspektakuläre Augenblicke einschleichen, ist bei der Band nichts Neues, das Gespür für ganz große, herausragende Hits geht ihnen nach wie vor ab. Wer sich daran nicht stört, dürfte mit „Leveler“ zufrieden sein, Fans der Band werden insgesamt wenig zu kritisieren haben, zumal auch Produktion und Sound des Albums vollkommen in Ordnung gehen. Übrigens: Das ein oder andere ansprechende Solo dürfte manche Nummern auch für absolute Core-Gegner interessant machen.

AUGUST BURNS RED gehören damit immer noch zu den Bands, die sich trotz vollkommener Klischeereiterei (Hardcore-Geshoute, Breakdowns etc.) gut aus der Affäre ziehen. Im Bereich des modernen Extrem-Metal haben sie zwar das Nachsehen gegen starke Konkurrenz wie UNEARTH oder auch THE BLACK DAHLIA MURDER (denen allerdings das Core-Element vollkommen fehlt), haben trotz Allem aber nach wie vor ihren eigenen Charme. Nicht innovativ, nein, überhaupt gar nicht, aber gut.

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23.06.2011

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