Behemoth - Live From Maida Vale

Review

Anlässlich der aktuellen Europatour mit SLIPKNOT bringen BEHEMOTH eine Touredition ihres 2018 erschienenen Meisterwerks „I Loved You At Your Darkest“ heraus. Neben einer Dokumentation enthält die Platte auch die EP „Live From Maida Vale“. So wurde Nergal & Co. die Ehre zuteil, vier Songs in den legendären, vom BBC betriebenen Maida Vale Studios im Westen Londons aufzunehmen. Ein Muss für Fans oder doch eher Geldmacherei?

BEHEMOTH – Nett anzuhören, …

Bei den vier Songs („Wolves ov Siberia“, „God = Dog“, „Ecclesia Diabolica Catholica“, „Bartzabel“) handelt es sich ausnahmslos um Nummern, die allesamt „I Loved You At Your Darkest“ entstammen und seit dem Release fester Bestandteil nahezu aller Setlists der Band sind. Eingefleischte Fans, an die sich die Touredition hauptsächlich richtet, dürften dementsprechend also mit allen vier Songs live und auf Platte einigermaßen vertraut sein. Tatsächlich unterscheidet sich jedoch keine der Nummern wirklich großartig von dem, was man als Jünger der Band seit Erscheinen des letzten Albums ohnehin wahrscheinlich schon dutzendfach gehört hat. Natürlich hat jede der Nummer ihren eigenen, ganz speziellen Klang und wirkt hervorragend produziert, für eine musikalische Offenbarung reicht das jedoch nicht.

„Live From Maida Vale“ – … aber nicht notwendig

„Live From Maida Vale“ ist soundtechnisch eine exzellente Live-EP (wenn man diesen Begriff angesichts der Tatsache, dass BEHEMOTH für die Aufnahmen ja irgendwie doch im Studio waren, überhaupt verwenden kann), ein musikalisches Must-have klingt jedoch entschieden anders. Nichtsdestotrotz können sich BEHEMOTH gegenseitig auf die Schulter klopfen: Als Black Metal-Band schafft man es schließlich nicht alle Tage zur BBC.

03.02.2020
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