Behemoth - Grom

Review

Galerie mit 43 Bildern: Behemoth – Ecclesia Diabolica Evropa 2019 e.v. Tour in Hamburg

Nachdem sie bereits drei Demos, die EP „And The Forests Dream Eternally“ sowie ihr Full-Length-Debüt „Sventevith (Storming Near The Baltic)“ veröffentlicht haben, bringen die Polen BEHEMOTH anno 1996 ihr zweites Album „Grom“ heraus, welches jenen berühmten Wendepunkt zwar noch nicht darstellt, ihn aber zumindest bereits ankündigt. Von den reinen, norwegisch inspirierten Black-Metal-Veröffentlichungen, die bis zu „Sventevith“ den Stil der Herren aus Danzig prägten, verabschieden sich BEHEMOTH mit „Grom“ nicht endgültig, aber doch mit großen Schritten. Das Songwriting ist weitaus versierter und komplexer und erste Anleihen aus dem progressiven Death Metal, der bald Haupteinfluss BEHEMOTHs sein wird, sind unüberhörbar, der straighte, melodische Black Metal der frühen Tage ist nur noch als Einfluss zu vernehmen, an seine Stelle tritt zum ersten Mal die eher chaotische und brutale Ausrichtung späterer Alben.

Dabei setzt sich „Grom“ alleine schon durch seinen Sound ganz entschieden von den früheren Werken ab: Zwar ist dieser immer noch weit vom glatten Wummseklang eines „Demigod“ oder „The Apostasy“ entfernt, aber doch deutlich bass- und tiefenlastiger. Apropos Bass: Der wird auf „Grom“ zum ersten und einzigen Mal von einem Herren namens Les gezupft, der scheinbar einen dominanten Platz im Klangbild des Albums eingefordert hat. Mit dem dominanten Bass und den (soweit ich weiß erstmalig bei BEHEMOTH) heruntergestimmten Gitarren ergibt sich eben jener eigenständige Sound, der höchstens mit dem des WATAIN-Debüts „Rabid Death’s Curse“ vergleichbar ist.

Damit werden BEHEMOTH auf ihrem zweiten Album deutlich finsterer und böser als auf ihren vorherigen Veröffentlichungen, auch wenn der starke, satanisch-okkulte Einfluss späterer Alben noch nicht gänzlich zu hören ist. Damit ist „Grom“ irgendwo eine zwiespältige Angelegenheit: Die tollen Melodien der vorangegangenen Werke sind nicht enthalten, die Atmosphäre ist eine ganz andere. Damit steht das Zweitwerk der Polen irgendwo zwischen den Stühlen; es ist weder der wuchtige Death Metal, mit dem die Band weltberühmt wurde, noch der kultige Black Metal der Anfangszeit, es wirkt im Kontext interessant, aber auch unausgegoren. Sicherlich kein schlechtes Album, es erreicht aber weder die Klasse des Debüts noch die seiner beiden Nachfolger.

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25.02.2014

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27.06. - 29.06.19Tons Of Rock 2019 (Festival)Kiss, Volbeat, Def Leppard, Slayer, In Flames, Dropkick Murphys, Dream Theater, Behemoth, Gluecifer, Testament, Mayhem, Oslo Ess, Powerwolf, Amaranthe, Tesseract, Carcass, Bury Tomorrow, Djerv und Ulver
28.06. - 30.06.19metal.de präsentiertFull Force Festival 2019 (Festival)Parkway Drive, Arch Enemy, Limp Bizkit, Behemoth, Flogging Molly, Lamb Of God, Amorphis, Beartooth, Cannibal Corpse, Kadavar, Knorkator, Our Last Night, Sick Of It All, Terror, The Amity Affliction, Zeal & Ardor, Alcest, Animals As Leaders, Annisokay, Any Given Day, At The Gates, Bad Omens, Batushka, Billybio, Black Peaks, Bleeding Through, Bury Tomorrow, Cane Hill, Carach Angren, Crystal Lake, Harakiri For The Sky, Harms Way, Ignite, Infected Rain, Jinjer, Landmvrks, Malevolence, Mambo Kurt, Mantar, Massendefekt, Municipal Waste, Orange Goblin, Polaris, Power Trip, Sondaschule, Tesseract, The Ocean, Turnstile, Walking Dead On Broadway, While She Sleeps, Whitechapel, Wolfheart, Amenra, To The Rats And Wolves und UlthaFerropolis, Gräfenhainichen

1 Kommentar zu Behemoth - Grom

  1. Bluttaufe sagt:

    Man kann mir ja viel erzählen aber „Grom“ ist weder reiner Black Metal noch der erste Schritt zum Death Metal. Klar, sind einige Death Metal Anleihen schon zu vernehmen aber das Gesamtbild klingt eher nach Black/Thrash. Zwar immer noch sehr roh klingend aber sichtlich gereift.
    Alles was danach kam, war nicht mehr meine Baustelle.

    9/10