Behemoth - And The Forests Dream Eternally

Review

Galerie mit 43 Bildern: Behemoth – Ecclesia Diabolica Evropa 2019 e.v. Tour in Hamburg

Wir befinden uns im teils lauen, teils warmen, teils heißen August des Jahres 1994. Die Temperaturen schwanken in Deutschland zwischen etwa 22 Grad und bis zu 38 Grad Celsius, Europa schwitzt, und mein sechsjähriges Ich sitzt höchstwahrscheinlich auf irgendeinem Spielplatz und denkt sich nichts Böses. Und inmitten dieses Szenarios und dieser Temperaturen veröffentlicht eine bisher weitestgehend unbekannte, polnische Formation namens BEHEMOTH ihre Debüt-EP „And The Forests Dream Eternally“; ein kaltes, noch recht norwegisch anmutendes Werk, das im Dezember wahrscheinlich besser aufgehoben gewesen wäre als im August.

Dass die Mannen aus Danzig ein paar Jahre später für solche Trademarks wie getriggerte Panzer-trifft-Glockenturm-Drums, eine generell eher deathmetallastige bzw. vom Death Metal dominierte Ausrichtung oder auch durch etliche Effekte jeder Natürlichkeit beraubte Vocals bekannt sein würden, das lässt „And The Forests Dream Eternally“ in keiner Weise erahnen: Der Sound der EP klingt natürlich (und rumpelig), aber trotzdem irgendwo klar und ausgewogen – eben so, wie es, abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen, nur dem Black Metal der Neunziger gelungen ist. Das Spiel an den Instrumenten ist eher einfach ausgelegt und auch Nergals Stimme erklingt noch frei von Effekten und Doppelungen, stattdessen roh, kratzig und ein wenig gurgelnd, dem Organ von ISVINDs Goblin nicht gänzlich unähnlich.

Und so ist die „And The Forests Dream Eternally“-EP durchaus als Ohrenschmaus zu verbuchen, auch, wenn sie in Sachen Komplexität oder ausgeklügeltem Songwriting sicherlich nicht an spätere Werke der Band heranreicht. In erster Linie norwegisch anmutend – der Großteil der Tracks eher melodisch ausgerichtet, das kurze „Pure Evil And Hate“ eher roh und rotzig – ist BEHEMOTH damals sicherlich noch kein allzu eigenständiges Werk gelungen, wobei sie trotzdem schon die Grundlage für ihre eigene Nische bilden konnten. Ein Vorgeschmack auf das, was später mit dem ersten Album „Sventevith (Storming Near The Baltic)“ folgen sollte, ist das aber auf alle Fälle schon.

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24.02.2014

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27.06. - 29.06.19Tons Of Rock 2019 (Festival)Kiss, Volbeat, Def Leppard, Slayer, In Flames, Dropkick Murphys, Dream Theater, Behemoth, Gluecifer, Testament, Mayhem, Oslo Ess, Powerwolf, Amaranthe, Tesseract, Carcass, Bury Tomorrow, Djerv und Ulver
28.06. - 30.06.19metal.de präsentiertFull Force Festival 2019 (Festival)Parkway Drive, Arch Enemy, Limp Bizkit, Behemoth, Flogging Molly, Lamb Of God, Amorphis, Beartooth, Cannibal Corpse, Kadavar, Knorkator, Our Last Night, Sick Of It All, Terror, The Amity Affliction, Zeal & Ardor, Alcest, Animals As Leaders, Annisokay, Any Given Day, At The Gates, Bad Omens, Batushka, Billybio, Black Peaks, Bleeding Through, Bury Tomorrow, Cane Hill, Carach Angren, Crystal Lake, Harakiri For The Sky, Harms Way, Ignite, Infected Rain, Jinjer, Landmvrks, Malevolence, Mambo Kurt, Mantar, Massendefekt, Municipal Waste, Orange Goblin, Polaris, Power Trip, Sondaschule, Tesseract, The Ocean, Turnstile, Walking Dead On Broadway, While She Sleeps, Whitechapel, Wolfheart, Amenra, To The Rats And Wolves und UlthaFerropolis, Gräfenhainichen

1 Kommentar zu Behemoth - And The Forests Dream Eternally

  1. Jonas sagt:

    Eiskalter Black Metal! So wie er sein soll, nur etwas unabwechslungsreich meines Geschmacks nach. Trotzdem fantastisch.

    9/10