Behemoth - Thelema.6

Review

Morbid Angel scheinen ja einen unheimlich großen Einfluß auf unsere polnischen Freunde zu haben, denn ‚Thelema.6‘ könnte durchaus von Trey und seinen Kumpanen stammen. Die Jungs um Ego-Maniac Nergal haben sich ja seit ihren ‚Grom‘-Zeiten ziemlich drastisch verändert, haben aber trotzdem einige Black Metal Elemente erhalten. Auf der neuen Scheibe, die durchaus besser ausgefallen ist als ’satanica‘ knallen Behemoth uns brachialen technischen Death Metal um die Ohren, der teilweise auch an Death (die Band) erinnert. Ein fetter Sound, komplizierte Riffs und eine deftige Prise Todesmetall sind auf ‚Thelema.6‘ angesagt und das sollte eigentlich genug sein, um jeden Brutalo zum Kauf zu animieren. Angenehm sind auf dem Album auch die etwas melodischeren Momente (z.B. Akustikgitarre), die einem eine Verschnaufpause genehmigen, nur damit Behemoth uns dann wieder kraeftig auf die Ohren krachen. Auch progressive Elemente à la Cynic kann man aus den Songs heraushören, was alles noch viel interessanter macht. Zuletzt muß ich Drummer Inferno gratulieren, der die ganze Zeit ein derart ultra-schnelles und kompliziertes Geknüppel durchhält, daß er einen Orden verdient. Fazit: Behemoth haben sich sehr positiv entwickelt und sind mit Bands wie Krisiun, Hypocrisy, Death und auch Morbid Angel in der obersten Liga des Death Metals. Experimentell, brutal und komplex. Was will man mehr?

26.01.2001
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