Burial Remains - Spawn Of Chaos

Review

Denkt man an Old-School-Death-Metal und die frühen Stützpunkte des Genres, weist die Landkarte meist Hotspots in Schweden und Florida auf. Knapp 30 Jahre nachdem Bands wie ENTOMBED, DISMEMBER und GRAVE den schwedischen Stil besonders geprägt haben, legen BURIAL REMAINS aus den Niederlanden mit “Spawn Of Chaos” ihr zweites Werk in Albumlänge vor.

Was man hier hört, ist als beinahe logische Fortsetzung zum Erstling “Trinity Of Deception” zu verstehen. Wieder erklingen schwere Rhythmusgitarren und rasant gespielte Leadparts, verzerrt durch das gern genommene Boss-MT-2. Dieser recht verwaschene Mix steht klar im Vordergrund, während das Schlagzeug etwas zu sehr in den drückenden Sphären des blechernen Masterings ertrinkt und damit zu keiner Sekunde die Qualität des ursprünglichen schwedischen Sounds erreicht.

BURIAL REMAINS zitieren alte Klassiker, spielen aber nicht befreit auf

Obwohl BURIAL REMAINS mit “Spawn Of Chaos” sehr viel richtig gemacht haben und besonders das Artwork und das Songwriting zu gefallen wissen, kann man den einzelnen Tracks leider keinerlei Eigenständigkeit zuschreiben. Schon nach dem zweiten oder dritten Stück möchte man in den Plattenschrank greifen und sich mit den Klassikern “Clandestine”, “Like An Ever Flowing Stream” oder “Soulles” an die gute alte Zeit erinnern.

Es fehlt an Kreativität

Zwar mag man BURIAL REMAINS durchaus die technischen Fähigkeiten attestieren, um Vergleiche zu den erwähnten Bands zu rechtfertigen, aber gleichzeitig ärgert man sich beim Durchhören von “Spawn Of Chaos” über die gänzlich fehlende Kreativität. Es wirkt fast so, als ob sich die Niederländer auch gar nicht bemühen, ihren Songs ein Mindestmaß an Authentizität beizumengen. Vielmehr scheint die erklärte Vertriebsstrategie darauf zu basieren, in die beliebte Schublade “Schweden-Death” hineingepresst zu werden.

Wer also Bock auf richtig fiesen, bösen Death Metal hat, wird BURIAL REMAINS durchaus etwas abgewinnen können, macht aber auch keinen Fehler, bei den alten Lieblingsbands zu bleiben. Denn Neues ist auf “Spawn Of Chaos” einfach nicht zu entdecken.

23.09.2020

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