Bury Your Dead - Bury Your Dead

Review

Was wollen uns selbst betitelte Alben eigentlich sagen? Meist markieren sie ja den Einstand einer Band, den Punkt, an dem man glaubt, seinen unverwechselbaren Sound gefunden zu haben oder schlicht und einfach Ideenlosigkeit. Im Falle von BURY YOUR DEAD dürfte wohl eher ein Umbruch oder einen Neuanfang zutreffen. Nach langem Hick Hack um die Nachfolge von Frontsau Mat Bruso melden sich die US-Boys endlich mit einem neuen Machwerk zurück.

Der Neue am Mic heißt Myke Terry und füllt voll und ganz die Fußstapfen seines Vorgängers aus. Im Grunde ist kaum ein Unterscheid festzustellen. Und nicht nur das. Er erweitert das Sing-Spektrum um eine weitere Facette, die vorher nicht stattgefunden hat, indem er annehmbaren cleanen Gesang einstreut! An dieser Stelle schrillen bestimmt bei vielen Fans schon alle Alarmglocken, aber eins nach dem anderen.

Das Grundgerüst des BURY YOUR DEAD-Sounds ist nämlich immer noch das Gleiche geblieben. So türmt sich ein monströser Breakdown auf den nächsten zu einer moshenden Abrissbirne, die mit reichlich drückendem Groove und viel Energie alles niederwalzt. Genau das, was man erwartet und was man von BURY YOUR DEAD hören will.
Jedoch öffnet sich der Boston-Fünfer gleichzeitig neuen Einflüssen und geht deutlich melodischer zu Werke als noch in der Vergangenheit.

Häufiger wird mit markanten Leads und einprägsamen Hooks zwischen den massigen Soundwänden gearbeitet. Das Ganze ist deutlich abwechslungsreicher und vor allem eingängiger als zuvor. Mehrfach fühle ich mich stark an SEVENDUST erinnert, was kaum verwunderlich ist, haben sich die Herren doch schon immer als SEVENDUST–Fans bekannt.

Tatsächlich fügt sich der Klargesang teilweise wirklich gut ins Gesamtbild ein und die Gesangslinien legen sich wohlig in die Gehörgänge. Allerdings wirkt er an manchen Stellen einfach nur aufgesetzt und zu gewollt, was dazu führt, dass ein paar Songs zu absoluten total Ausfällen verkommen. Natürlich wissen BURY YOUR DEAD aber noch wie man dicke mitreißende Songs schreibt.

An diesem Silberling werden sich die Geister scheiden. Die einen werden ihre Lieblings-Mosh-Band mit dieser Platte zu Grabe tragen und Sell-Out schreien. Der Rest, zu dem auch ich gehöre, kann sich an einigen fetten Songs erfreuen.

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24.05.2008

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