Bury Your Dead - Cover Your Tracks

Review

Man stelle sich vor, folgende Dinge wären Realität: Das im Schwarzenegger-Flop „Junior“ durchgeführte Experiment, dass Männer schwanger werden können, funktioniert. Chuck Norris und Dolph Lundgren entdecken gleichgeschlechtliche Vorlieben füreinander. Der homosexuelle Geschlechtsakt führt zu einer Schwangerschaft. Kommen alle diese fiktiven Fakten zusammen, könnte das Baby durchaus BURY YOUR DEAD getauft werden, natürlich vorausgesetzt es ist ein Junge, der schon mit drei Jahren einen Oberarmumfang gleich dem Oberschenkel eines Normalsterblichen hat.
Heilige Handkante, hier wird einem gehörig die Fresse poliert, und das ohne das kleinste Fünkchen Rücksicht oder Erbarmen! Nein, es wird sogar noch nachgetreten, wenn man schon mit blutender Nase und auf dem Asphalt verteilten Zähnen um Gande winselnd niedergestreckt ist. Nicht die elegante Art? Richtig, verdammt unelegant! Aber dafür brutal as fuck! Wenn man sich die Vorbilder der fünf Mannen von der US-Ostküste anschaut, erklärt sich diese durchschlagende Gewalt jedoch von alleine.
Auf ihrem Zweitwerk „Cover Your Tracks“ werden ausschließlich Dampframmen der Marke HATEBREED (vor allem Sänger Mat klingt wie ein tiefer Jasta) und PRO-PAIN angewendet. Nur in den wenigen, langsamen Parts schimmert noch ein wenig CROWBAR durch. Der perfekte Soundtrack also, um sich rund um die Uhr durch die Straßenschluchten seines Kuhkaffs oder den mitteldeutschen Dschungel zu fuhrwerken und dutzendweise feindliche Spießbürger bzw. arme, nichts ahnende Jäger zu erschlagen.
Ein Problem haben BURY YOUR DEAD jedoch (und jetzt kommt die Querverbindung zu den Action-Mimen Norris und Lundgren): So heftig sie zu Werke gehen, so stumpf entpuppen sich diese zwölf Tracks auf die Dauer auch. Es verhält sich mit diesem Album wie mit Videothekenware á la „Missing In Action 3“ oder „Red Scorpion“. Einmal in der Glotze gesehen, war Kurzweil garantiert. Mehrmaliger Genuss muss jedoch nicht unbedingt sein. Dann pfeift man sich doch lieber die Originale in Form von „Phantom Commando“ oder „Rambo“ rein. Dort explodieren zwar in etwa genauso viele Sprengsätze, aber Schwarzenegger und Stallone waren eben die besseren Action-Helden.

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20.10.2004

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