Casket - Tomorrow

Review

Kann man deutsche Biederkeit vertonen? Volksmusik und Schlagerkünstler stellen immer wieder ihre „Fähigkeiten“ dazu bereit, dies zu beweisen. Nun scheint auch genau diese Biederkeit im Metal einzugzuhalten. Mit Casket gibt es eine Band, die keinem weh tut und die alles vermeidet, was auch nur annähernd zahlende Kundschaft vertreibt. Das fängt beim Aussehen der Musikanten an, fünf harmlose Jungs Marke Muttersöhnchen, eine harmlose Sängerin mit der erotischen Ausstrahlung einer Fleischereifachverkäuferin und die wirklich einfach nur belanglose, vor sich hin dudelnde Musik. Verdammt, was haben die im Musikgeschäft verloren? Zugegeben, ab und an denkt man „Aha, ganz nett“, aber das ist für eine Platte etwas wenig und macht sicherlich nicht Lust auf mehr. 08/15 Rock, mit einem Hauch von Gothic und Ansätzen von Metal, so hart wie die letzte Aerosmith und so düster wie die neue Spice Girls. Viel Keyboard, Gitarren, die nicht hart klingen und die Drums sind schön nach hinten gemischt. Und dann kämen wir noch zum Gesang. War genau der schon beim ersten Album die Unverschämtheit schlechthin, ist er diesmal zwar anders, aber nicht minder eine Beleidignung fuer jeden anständigen Sänger. Sicher, Karin kann ganz passabel singen, aber ihr männlicher Gegenpart versucht nur, irgendwie harmonisch zu klingen und verletzt die Ohren auf derbste Weise. Pyogenesis lassen grüßen. Selten so beschissene Vocals gehört. Dazu gesellen sich noch Texte, die immer wieder einen Aufschrei des Gelächters meiner Kehle entlocken. Kann man eine (Metal) Band mit Textzeilen wie „Come on Babe“ oder „I end my shitty life, to find peace with the holy god“ wirklich ernst nehmen??? Und dieses öfter eingebaute „Nanana“ und „Lalala“ gehört strafrechtlich verfolgt! Ich komme nicht umhin mich zu fragen, ob die das wirklich ernst meinen… Es tut mir echt leid, aber diese Platte hier ist wirklich ein Hohn auf die Genre Metal und Gothic. Warum wird sowas veröffentlicht? Hatte ich bei Fehlschlag Nummer eins noch gehofft, die Band würde sich bessern, gebe ich von nun an die Hoffnung auf. Ich rate absolut ab von diesem Stück biederster Musik!

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23.12.1997

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