Casket - Upright Decay

Review

CASKET bestehen mittlerweile seit 1990 und dürften damit zu den dienstältesten Death Metal-Bands Deutschlands gehören. Auf seinem neuen Album „Upright Decay“ bedient der Dreier mal wieder die Puristen-Fraktion und bietet räudig, aggressiven, sehr basisch, aber kraftvoll produzierten Todesblei. Das ruhige Intro täuscht Gelassenheit vor, das folgende Inferno „Hunting Time“ wirft jedoch sämtliches Sicherheitsgefühl über den Haufen. CASKET bewegen sich im stilistische Fahrwasser so räudiger Kollegen wie DISMEMBER oder OBITUARY. Eine Marschroute, die sie über die volle Distanz des Albums nicht mehr verlassen. Genau hier liegt das Problem: In Anbetracht der geschätzten Abertausend an Death Metal-Bands sie mir die etwas provokante Frage erlaubt, ob man jegliche Form der kreativen Auslebung, und sie sie nur aus Spaß an der Freude, veröffentlichen muss.

Dass CASKET ihr Handwerk verstehen steht außer Frage, dass ihre Songs gut gemacht, aber alles andere als innovativ sind, aber ebenso. Selbst, wenn man Innovation nicht als Maßstab heranzieht, eine Toleranz, die man in diesem Genre immer wieder aufbringen muss, geht „Upright Decay“ jeglicher interessanter Moment ab, der die Scheibe in die Reihe der gezwungenermaßen anzutestenden Werke rückt. Die Masse der Songs bietet das alt bekannte Problem: Sie ähneln sich einfach zu sehr und es mangelt ihnen an Highlights. Empfohlen sei das Album deshalb denjenigen, die sich auf die Qualität und Routine dieser alteingesessenen Bands verlassen, und nicht tot zu kriegenden Genre-Fans, die jeden neuen Death Metal-Release gierig aufsaugen. Alle anderen suchen bitte weiter.

25.05.2009

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