Cerebric Turmoil - Neural Net Meltdown

Review

Ich bin hin- und hergerissen – im Übrigen genau das, was CEREBRIC TURMOIL mit ihrer Hörerschaft tun, wenn man sich deren bezeichnend betiteltes Debütwerk “Neural Net Meltdown“ zu Gemüte führt. Der irre Vierer aus Berlin blickte schon im Jahr 2008 einmal etwas genauer in die Brutal-Death-Welt, als er eine gemeinsame Split mit DEFEATED SANITY herausbrachte, auch wenn die durchaus als Referenz ihres Sektors geltenden Slam-Berliner insgesamt nochmals eher an anderer Baustelle werkeln. Erst sieben Jahre später war es dann an der Zeit für die Debütveröffentlichung, und die ist wirklich eine Zahnarzthandlung mit einem Meißel…auf Crack und Schlaftabletten und Koks und Speed.

Um einmal genauer zu werden: An manchen Stellen klingen CEREBRIC TURMOIL als seien die verschiedenen Kompositionen mit bestem Wissen aus den tiefsten Abgründen geholt, sodass man sie sich eben nur geben kann, wenn man auch gerade in der richtigen Stimmung ist. Ich habe mich selbst dabei erwischt, “Neural Net Meltdown“ das erste Mal im Fitnessstudio auf dem Ergometer gehört zu haben, als die Wattzahl bei “Twitching Eye Staccato“ plötzlich in die Höhe schoss. Nicht dass man hier eine große Neuigkeit erfunden hätte – man erinnere sich bloß an Bands wie PSYOPUS, CEPHALIC CARNAGE oder auch BRAIN DRILL, von denen diese Platte allesamt einen Hirnschlag abbekommen hat, doch der manische Wahnsinn kommt hier wahrlich unerbittlich durch.

Es treffen irrsinnige Stimmlagen auf jazzige Gitarren, auf unfallartiges Gequietsche, zermalmendes Fellgedonner und vorsätzliche Strukturlosigkeit. In der Gesamtheit fällt es schlichtweg enorm schwer, diesen Erstling von CEREBRIC TURMOIL überhaupt am Stück zu hören, was sich auch nach den Durchläufen x und y nur geringfügig bessert. Letztendlich fehlt auch ein wenig der Sinn für das gesteuerte Chaos ohne in wüste Anarchie abzudriften. Nachdem ich mir “Neural Net Meltdown“ allerdings gerade ein weiteres Mal gegeben habe, bezweifle ich, dass dies überhaupt das Ziel der Jungs gewesen sein mag.

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26.02.2016

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