Darkness - XXIX

Review

Galerie mit 4 Bildern: Darkness auf dem Ruhrpott Metal Meeting 2016

Sechs oder sieben Punkte? Eine der schwierigsten Fragen, die ich mir in letzter Zeit beim Rezensieren stellen musste, denn die neue EP „XXIX“ der Ruhrpott-Thrasher von DARKNESS stellt den Hörer vor eine Herausforderung. Einerseits hat die Band durchdachte, zum Bangen animierende Thrash-Riffs am Start, andererseits wird man das Gefühl nicht los, dass DARKNESS zu altbacken klingen, um mit ihrer Musik heuer etwas reißen zu können.

Denn DARKNESS gibt es zwar seit 1984, doch 1991 legte die Band, nach der Veröffentlichung von drei Alben sowie drei Demos, eine langjährige Pause ein. 2010 veröffentlichte man ein neues Album namens „Terror 2.0“ und heute, nach weiteren fünf Jahren, haben wir die neue EP „XXIX“ auf dem Tisch. Was gibt es zu vermelden? Altgedienten, teutonischen Thrash Metal wie ihn DARKNESS, nebst KREATOR, SODOM und Konsorten damals mitbegründet haben. Das stellt uns gleich vor das Problem der EP: Da wo benannte Bands sich im Laufe ihrer Karriere logisch entwickelt haben, merkt man DARKNESS an, dass sie viele Jahre pausiert haben. Ihr Sound klingt zwar ganz nach den Achtzigern – was nicht schlecht sein muss – dabei aber zu angestaubt. DARKNESS bieten auf „XXIX“ nichts, was die Genrekollegen im Laufe ihrer Karriere nicht bereits abgegrast haben.

So hat man im Opener „L.A.W.“ beispielsweise anfangs rasante Thrash-Rasereien in petto und Sänger Lee klingt, als wäre er bei Mille persönlich im Unterricht gewesen. Groupshouts, Tempowechsel im Mittelpart, Highspeed Solos, das macht Spaß. Nur eben nicht mehr. Vom Hocker wird man als Hörer nicht gerissen, da man das Ganze in ähnlicher Version bereits von anderen Bands gehört hat. Besonders hervorheben möchte ich allerdings Song Nummer drei, „Hate Is My Engine“. Ab dem Mittelpart geht dieser ab wie Hölle und lässt den Unmut über die fehlende Innovation von DARKNESS verfliegen.

Trotzdem kann das anno 2015 nicht ausreichen. Thrash-Puristen und Fans der Band dürfen sich gerne noch ein oder zwei Punkte draufrechnen, mir klingt „XXIX“ aber zu altbacken. Bei der riesigen Masse an (Thrash-) Bands, die es heutzutage gibt, muss auch eine altgediente Gruppe etwas Besonderes bieten, um aus der breiten Masse herauszustechen. Das gelingt DARKNESS leider nur bedingt.

09.08.2015

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