Death By Dawn - One Hand, One Foot...And A Lot Of Teeth

Review

Martin van Drunen – ein Name, bei dem es jedem Death Metal Liebhaber in den Ohren klingeln sollte!
Er gehörte zur europäischen Speerspitze der gutturalen Vokalquälereien, mit seinen Bands ASPHYX und PESTILENCE prägte der sympathische Holländer die Szene.
Jetzt meldet er sich mit der deutschen Combo DEATH BY DAWN auf der Bildfläche zurück und zeigt, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört
Musikalisch kann man DEATH BY DAWN nur bedingt mit Martins Vorgängerbands vergleichen, das Grundfundament Death wird bei den Osnarbrückern mit dem Attribut Roll verbunden, ganz im Stile neuerer ENTOMBED oder CRACK UP. „One Hand One Foot…And A Lot Of Teeth“ wurde innerhalb von fünf Tagen aufgenommen und atmet eine schmutzige, rotz-rockige Proberaum-Atmosphäre. Ein Charme, der in diesem Fall sehr gut zur Mucke passt. Dreckig, die Wurzeln beim Punk und Thrash der 80er zu suchen, brettern die punk’n’rolligen Riffs im Death-Gewand durch die Botanik, garniert von exzellenten Vocals: rau, leidend und einzigartig!
Mal ballert man geradliniger voran („State Paranoia“, DCF“), mal rockiger wie bei „Nicotine Lobby“, das mit einem schönen Solo-Teil punkten kann.
Durch die Produktion klingt mancher Tempowechsel in die flotteren Parts etwas unsauber und chaotisch; unterm Strich besitzt die Produktion einen nostalgischen Charme, der über manch Schwäche hinwegsehen lässt. Die Musik gewinnt dadurch an Authentizität, sie transportiert eine Attitüde, die sich auch in Layout und den Texten niederschlägt: Man ist dagegen, man ist anders, man hat eine Meinung. Man wehrt sich gegen die Gesellschaft und zeigt ihr den Stinekfinger: Und genau so ein Stinkefinger ist „One Hand, One Fott…And A Lot Of Teeth“: rau, roh, aggressiv und echt.
Leider nicht immer hochklassig, aber immer unterhaltsam allemal. DEATH BY DAWN haben kein Refrenzwerk des Death’n Roll erschaffen, aber setzen ein quicklebendiges Ausrufezeichen.
Alles samt Gründe, der Platte Gehör zu verleihen.

29.10.2006

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