Death Courier - Necrotic Verses

Review

Die Underground-Überlebenskünstler DEATH COURIER – immerhin aktiv seit 1987 – kredenzen mit “Necrotic Verses” das musikalische Äquivalent von Burgern mit Pommes: Die Menschheit sollte definitiv nicht ohne auskommen müssen und an manchen Tagen hat man perversen Appetit auf etwa fünf davon. Nur schöngeistig ist das nicht. So in etwa steht es um den konservativen Death Metal von DEATH COURIER.

Kategorie “selbsterfüllende Bandnamen”? DEATH COURIER – check.

Das nunmehr dritte Album der Griechen will gar nicht erst originell sein, sondern holzt sich herrlich rückwärtsgewandt durch Einflüsse von MALEVOLENT CREATION bis DEICIDE. Songs wie “As Heaven Blends With Rot” oder “Visceral” weisen fachkundiges Death-Metal-Songwriting mit hohem Party-Faktor auf. Zumal es ein breites Grinsen erzeugt, wie DEATH COURIER sich durch “Necrotic Verses” ballern, ohne Luft zu holen. Da die Hellenen gleichzeitig in Richtung Vergangenheit (GRAVE und EDGE OF SANITY) und Moderne (technisches Zeug wie HATE ETERNAL) schielen, ist “Necrotic Verses” in etwa die eierlegende Wollmilchsau des aktuellen Death-Metal-Monats.

An der Scheibe gibt es dementsprechend wenig auszusetzen. Mit dem leicht an DISSECTION erinnernden Titelsong und Opener sowie dem charmant groovenden “Pillars” sind sogar zwei kleine Highlights auf der Scheibe vertreten. Zudem gibt sich die Band mit dem albernen Namen spielerisch absolut keine Blöße. Obendrauf wurde “Necrotic Verses” ein cooles MISANTHROPIC-ART-Cover gegönnt, das den Retrofaktor schön abrundet.

“Necrotic Verses” gewinnt zusätzlich dank Überraschungsfaktor

Da nicht mal das ’92er-Debüt “Demise”, wie sonst beim Death-Metal-Underground weithin üblich, wirklich essentiell ist, war ein solches Album von DEATH COURIER nicht unbedingt zu erwarten. Umso erfreulicher ist es, dass sie sich so aufgeputscht und wachgerüttelt zeigen. Dadurch macht “Necrotic Verses” einigen Spaß. Komplettismus-Freaks dürfen ein Ohr riskieren. Allerdings haben vergleichbare Bands wie SENTIENT HORROR oder SKELETAL REMAINS aktuell die Nase vorn.

28.05.2020

Der metal.de Serviervorschlag

Oder auch: "Wer 'Necrotic Verses' von Death Courier mag, wird auch das hier mögen." Lass andere Leser wissen, welche Platten sie noch anchecken sollten, wenn ihnen "Necrotic Verses" gefällt.

Wie funktioniert der metal.de Serviervorschlag?

Es gibt noch keine Empfehlungen zu diesem Album. Willst du die erste abgeben? Dann registriere dich oder logge dich ein.

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 32402 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Kommentare