Desasterkids - Sex, Beer & Breakdowns

Review

Galerie mit 16 Bildern: Desasterkids - Rock am Härtsfeldsee 2016

Sex, Drugs and Rock´n´Roll ist vorbei, jetzt gibt es „Sex, Beer and Breakdowns“. So oder so ähnlich hatten sich das wohl die Jungs von den DESASTERKIDS gedacht, die sich jüngst rund um Fronter Kenneth Iain Duncan formierten. Der war vor gar nicht allzulanger Zeit an der Gitarre bei WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER tätig, dementsprechend vorhersehbar war die musikalische Ausrichtung dieses Projekts. Und weil wir alle so schön vorurteilsfrei sind, ist es natürlich auch ganz egal, dass der ganze Trupp aussieht wie frisch aus dem Hot-Topic-Katalog. Der Undercut sitzt, die Lederjacke glänzt und das obligatorische Video mit den geilen Mädels und ganz viel Bier ist auch schon fertig, und zum Aufregen ist das Ganze hier doch eigentlich viel zu lustig.

Wie so oft kommt die große Enttäuschung aber dann, wenn das Wesentliche ins Spiel kommt, nämlich die Musik. Korrekterweise sollte das Teil  „Sex, Beer and Breakdowns, more Breakdowns and even more Breakdwons. Okay, just one endless Breakdown“ heißen, das wäre wenigstens ehrlich. Denn das, was die DESASTERKIDS hier abfeuern, ist zwar produktionstechnischer Bombast, mit wummernden Bässen und bitterböse klingenden Gitarren, aber letztendlich einfach nur zum Gähnen. Breakdown, cooler Partyrefrain, Breakdown. Das dürfte so ziemlich jede Startup-Kombo in Deutschland besser machen, und es klingt fast durchgehend lieblos. Wenn ganz selten mal geile Ideen durchschimmern, wie die Black-Metal-Ansätze in „You Have No Friends, Your Argument Is Invalid“ oder „Sex With Ultimecia“, werden diese nach nur wenigen Sekunden von zähen Breaks erschlagen, die nach spätestens zwei Songs einfach keinen Spaß mehr machen.

Zu ernst nehmen darf man das alles also nicht, wer sich bei ESKIMO CALLBOY aufregt, bekommt hier bestimmt den Herzkasper, aber was die DESASTERKIDS musikalisch abliefern, ist einfach unterste Grotte und dürfte bis auf ein paar wenige Kids nicht mal Partycore-Hardliner begeistern. Sei es verschenktes Potenzial oder zu viel Sex und Bier in der Birne: Das war nix.

17.09.2013

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