Deus Otiosus - Godless

Review

Manchmal sind es doch die Einfachheit und Geradlinigkeit, die das Herz des moshfanatischen Metalfans aufgehen lassen, schließlich kann ich mich nicht den ganzen Tag für Ideen abseits des Tellerrandes öffnen oder gar so tun, als sei ich übermäßig tolerant. In diesem Fall sind DEUS OTIOSUS aus der dänischen Hauptstadt Kopenhagen vermutlich genau die richtige Lösung. Die Nordmänner existieren erst seit dem Jahr 2005 und kümmern sich im Grunde um ihre landesspezifische Spezialität, was den Metalbereich angeht: Death Metal, auch wenn man hinsichtlich der nordischen Nationen dahingehend sicherlich immer zuerst Schweden im Kopf haben wird. Das zweite Album der Truppe “Godless“ ist allerdings kein Reinguss, sondern besteht auch zu gewissen Teilen aus kernigen Thrash-Einsprengseln, die den Abgeh-Faktor noch um ein gewisses Level erhöhen.

Dabei erscheinen die einzelnen Stücke mit einer Durchschnittslänge von etwa fünf Minuten keineswegs kurz und bündig, wie es in diesem Sektor oftmals der Fall ist. Viel mehr haben sich DEUS OTIOSUS durchaus Mühe gegeben, ihre eigenen Kompositionen richtig nett auszufeilen, was sich insbesondere im Riffsektor bemerkbar macht. Schon mit dem Opener “Snakes Of The Low“ zieht der Fünfer das Tempo ordentlich an und wirbelt mit knackigen Leads richtig Staub auf. Getragen, beziehungsweise untermauert, wird diese Gegebenheit mit einer weitgehend akzentuierenden Produktion, die zu keiner Zeit zu glattgebügelt daherkommt.

Erst im Fortgang der Platte fällt auf, dass die Dänen oftmals zu sehr dazu neigen, die Geschwindigkeit zu drosseln und vermehrt auf Groove zu setzen. So sind etwa Stücke wie das über sechsminütige “New Dawn“ vollends auf den walzenden Midtempo-Sektor ausgelegt, auch wenn mit einigen Soli und Brückenparts doch einiges in Richtung Abwechslung getan wird. Ein weiterer tendenzieller Kritikpunkt ist das absolut monotone Gewuffe von Sänger Anders Bo Rasmussen, das zwar keineswegs schwach ist, aber genauso auch keine Löcher aus dem Käse sprengt.

Letztendlich bleibt mit “Godless“ ein sauberes Zweitwerk mit ein paar Längen. Durchweg hörbaren Nachschub im Sinne von klassisch orientiertem Death/Thrash-Metal liefern DEUS OTIOSUS dennoch.

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05.04.2013

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