Dir En Grey - Ryoujoku No Ame

Review

Muss ich nach dem DIR EN GREY Live-Review von Kollege Sergej noch irgendein Wort zu dieser Band verlieren? Fassen wir die Einleitung kurz: Dank großartiger Albumverkäufe und binnen wenigen Tagen ausverkauften Konzerten, spendieren Gan-Shin Records den Japanern von DIR EN GREY mit „Ryoujoku No Ame“ ihre erste Single. In die Heavy Rotation von VIVA haben sie sie zwar noch nicht gebracht, aber wie man sich bei drei beigefügten Livetracks aus Berlin letzten Jahres versichern kann, reicht der Kreischpegel auf den Konzerten locker an Tokyo Hotel Verhältnisse ran. Ja, es fällt mittlerweile schwer ein Lob über diese Band zu verlieren.
Dennoch ist es hier uneingeschränkt nötig. Hatte ich bei der Ankündigung einer Single wieder mit einem einfachen komerziellen Rocker gerechnet, wurden bei „Ryoujoku No Ame“ die druckvollen Gitarren erstmal rausgenommen und alte musikalische Bandelemente neu interpretiert. Will heißen: Etliche Songparts sind durchtränkt von einem urigen Bluesfunk (sogar mit kurzem Jazzfunksolo), der bei „Withering To Death“ klassischem RocknRoll weichen musste und auf dieser Single kraftvoller denn je klingt. Dynamisch kombiniert wird das dann mit einem powerballadesken (und psychotisch runtergekreischten) Refrain, der aufgrund seines recht eingängigen (aber für westliche Ohren immer noch exotisch klingenden) Akkordgeflechts wohl das ausschlaggebende Merkmal für die Auskopplung als Single war.
Reduziert man dann die drei folgenden Livetracks auf die eigentliche Musik und ignoriert das Gekreische, findet der Hörer noch Beispiele für die rockige („The Final“), introvertierte („Higeki Ha Mabuta Ta Wo Oroshita Yasahiki Utsu“) und chaotische („Mr. Newsman“) Seite der Band. Und statt einer lieblosen europäisierung seitens des Vertriebes, scheint die Single auch im japanischen Originalcover mit aufklappbarem Inlay und deutscher Übersetzung des Songtextes unters Volk gebracht zu werden. Zusammen mit der recht innovativen A-Seite eine (für Single-Verhältnisse) absolut in Ordnung gehende Veröffentlichung.

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25.08.2006

Der metal.de Serviervorschlag

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