Diseased Ghoul - Brutality

Review

Oh je, hier will mir doch tatsächlich jemand ein nicht mal zehnminütiges Stück Musik als EP unterjubeln – sorry aber das geht bestenfalls als Demo durch. DISEASED GHOUL ist eine Berliner Band, deren Sound irgendwo in der Schnittmenge zwischen Death Metal und Grindcore zu kategorisieren ist. Nachdem man im letzten Jahr bereits eine Demo auf den Markt geschmissen hatte, feuert man nun direkt eine EP – dass ich nicht lache – hinterher. Infektiös scheint die Krankheit des hier wütenden Ghuls nicht zu sein, denn nach mehreren Durchläufen stellt sich ein Sumpf aus belanglosem Einerlei ein, aus dem sich die Band auf diesem Silberling eigenhändig nicht zu befreien weiß.

Innovation oder Abwechslungsreichtum gelten offenbar als Worte aus dem tiefsten Hinterland, Spannung scheint nur als Befestigungszustand der Saiten an Gitarre und Bass bekannt zu sein und konzeptionell ist das Ganze so öde wie eine immerzu rote Marslandschaft. Dennoch ist “Brutality“ längst nicht so abschreckend, wie es in den vorangegangenen Zeilen den Eindruck machen mag, denn insbesondere technisch – abgesehen von dem hin und wieder holpernden Schlagzeug – ist das Gebräu doch recht solide.

Die manchmal ganz erfrischend wirkende Variation bezogen auf das Riffing, gewährt des Öfteren mal etwas Licht am Ende des Tunnels, bevor DISEASED GHOUL durch vielerlei Faktoren wieder in gewohnte Trostlosigkeit verfallen. Das formlose Gegrunze ist dabei weder schlecht, noch besonders ansprechend, sondern einfach unglaublich nichts sagend.

Letztlich will ich keineswegs behaupten, hier sei Hopfen und Malz verloren, doch wenn die Berliner weiterhin auf selbige Art und Weise zu Werke gehen, dann wird das nichts. Sowas erschreckt nicht mal mehr kleine Kinder in der Geisterbahn. Der Grundstein ist durch die technischen Fähigkeiten soweit gelegt, aber für mehr reicht es zumindest mit diesem Output nicht.

03.12.2008

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