Distant - Into Despair

Review

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Nach ihrem Quasi-Geburtstagsalbum „Tskukuyomi: The Origin“ vor ziemlich genau zwei Jahren blicken DISTANT nach vorne und veröffentlichen mit „Into Despair“ ihre nächste komplett neue Studioplatte. Darauf befinden sich 13 Songs in knapp 40 Minuten, sodass die einzelnen Lieder genreüblich für den schnellen Abriss stehen. Kann die Deathcore-Band damit zünden?

DISTANT verabschieden sich in die Verzweiflung

Deathcore steht für extrem tief gestimmte Gitarren, einen Drumsound irgendwo zwischen knochenbrechendem Bass und furztrockenen Snares sowie tiefe Growls. Das nutzen auch DISTANT und verbreiten mit ihrer neuen Platte schlechte Stimmung. Alles wirkt sehr düster und verzweifelt, auch wenn man die Lyrics natürlich nachlesen muss. Dennoch lassen schon Liedtitel wie „Nothing Left To Hate“ oder „Veil Of Paranoia“ wenig Spielraum für Interpretationen.

Viele Songs ähneln sich leider sehr, sodass „Into Despair“ weniger hängen bleibt als sein Vorgänger. Wenn DISTANT richtig aufdrehen, inklusive konstanter Double-Bass-Drum und Pigsqueals wie in „Desolation“, machen die Stücke richtig Spaß. Lustigerweise ist das der längste Song der Scheibe, sodass man sich fragt, ob die Niederländer die Anzahl der Tracks zugunsten der Länge reduzieren sollten.

Reduziert ist auch die Anzahl der Featuregäste: Auf „Spirit“ gibt sich Tyler Beam von THE LAST TEN SECONDS OF LIFE die Ehre, während auf „All Will Be (N)One“ Ricky Myers von den mächtigen SUFFOCATION mit Alan Grnja um die Wette schreit. Allerdings fallen beide Gastbeiträge auf den ersten Blick nicht sonderlich auf, was insbesondere bei Myers verwundert.

„Into Despair“ gibt sich unnahbar

Mit ihrem neuen Album veröffentlichen DISTANT eine Genreplatte, die selten aus den gesteckten Grenzen ausbricht und für Fans sicherlich interessant ist. Im Vergleich zu experimentierfreudigeren Alben wie dem aktuellen Werk von MENTAL CRUELTY muss „Into Despair“ aber den Kürzeren ziehen.

30.10.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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