Distaste - Agoniepositur

Review

Seit dem Jahr 2000 macht Armin Schweiger mit seinem DeathGrind-Geschwader DISTASTE die Linzer Szene unsicher. Auch wenn er das einzige Gründungsmitglied ist, gibt es keine Abkehr von Brutalität und Brachialität zu vermelden. Mit der letzten Veröffentlichung „Der Ertraeger Und Das Fleisch“ überzeugt das Quartett auf ganzer Linie.

Fleischermesser und spitze Zunge = DISTASTE

Hier wird extrem versierter Death Grind dargeboten: verspielt und technisch, aber auch brachial ohne Ende. Im direkten Vergleich zum Vorgänger ist „Agoniepositur” noch einen Zacken wütender und fieser. Mit einer Spielzeit von 27:06 Minuten unterschreitet die Band diesmal sogar die 30-Minuten-Grenze um ganze 2 Minuten und 54 Sekunden.

Genauso direkt gestaltet sich das Album, das vornehmlich im oberen Geschwindigkeitsbereich angesiedelt ist. Bereits der als erste Single ausgekoppelte Opener „Furunkelmann” schreddert mit provokantem deutschen Text ordentlich. Hier wird nichts geschönt, hier wird hart abgeliefert und inhaltlich gibt es keinen Maulkorb.

Bei aller Geschwindigkeit und Blastbeat-Attacken gelingt es DISTASTE sehr gut, eine runde Mischung abzuliefern, die trotz ihrer Extremen sehr vielseitig daherkommt. So punkten Songs wie „Nestbeschmutzer” mit eingängigem Midtempo-Riffing und fetzigem Leadpart, ohne auf Blastbeats zu verzichten. Der abschließende Titeltrack schwebt im düsteren CROWBAR-Flair und versprüht durch das gedrosselte Tempo und die passenden Vocals dezente TOTENMOND-Reminiszenzen.

Rohe Urgewalt mit Anspruch macht „Agoniepositur” zum Death Grind-Inferno.

„Agoniepositur” ist extrem gut produziert und hinterlässt trotz seiner Kürze einen bleibenden Eindruck. Die Band vertonte ungeschönte Wahrheit, die Texte ecken gewollt an und hinterlassen einen unangenehmen Beigeschmack. Das Album und der Backkatalog der Band sind sicher alles andere als leichte Kost und funktionieren auch nicht in jeder Lebenslage. Dafür schmerzt es umso unbarmherziger, wenn man die Scheibe zum richtigen Zeitpunkt auflegt. Wer auf intelligenten Death Grind steht, der bei aller Urgewalt auch Tiefgang und technische Finesse besitzt, darf „Agoniepositur” gern in sein Herz schließen.

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12.01.2026

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