Drone - Juggernaut

Review

Galerie mit 11 Bildern: Drone - Live auf dem Cypefest 2019

DRONE, die Gewinner des Wacken-Metal-Battle 2006, sind nun nach drei Jahren mit ihrem zweiten Album via Wacken Records am Start.

In den drei Jahren hat sich klanglich als auch stilistisch einiges getan. Hörte man beim Vorgänger „Head-On-Collision“ meines Erachtens noch deutlich die Vorbilder MACHINE HEAD heraus, hat man sich mittlerweile weiterentwickelt und es gibt eine Melange, die zwar immer noch in eine ähnliche Richtung geht, aber definitiv mehr Einflüsse aufweisen kann. Ob DEVILDRIVER, MACHINE HEAD, TESTAMENT, FEAR FACTORY oder ältere FEAR MY THOUGHTS, von allem ist etwas drin. Treibende Groove-Teile geben sich mit feuernden Double-Bass-Teilen die Klinke in die Hand, klare Gesangspassagen – mal verzerrt, mal rein, mal mehrstimmig – lassen sich neben aggressiven Death-Metal-Growls und Thrash-Shoutings ebenfalls finden. Das Gitarrenriffing orientiert sich dabei an den oben genannten Bands. Breakdowns in Metalcore-Manier sind kaum an Bord, man ist aber alles in allem definitiv moderner geworden. Beim Lied „No Pattern“ gibt es sogar eine zungenbrecherische Rap-Einlage von MC Stunnah zu hören, man ist also durchaus bereit neue Wege einzuschlagen und probiert gerne aus. Bei all dem verwundert es nicht, dass Jacob Hansen mit seiner Abmischung (mal wieder) der Produktion seinen eigenen Stempel aufgedrückt hat.

Die Band hat ihr Potential weiterentwickelt und etwas aus sich gemacht. „Juggernaut“ übertrifft meines Erachtens „Head-On-Collision“ um Längen, allein schon, was die übertragene Energie der Lieder angeht. Dazu ist man ein gutes Stück eigenständiger geworden und die spielerischen Leistungen haben sich ebenfalls gesteigert. So richtig vom Hocker reißt mich diese Platte allerdings nicht, ein kleines Fitzelchen fehlt noch.
Wenn DRONE die hier bewiesene Steigerung so fortsetzen können, werden die vier Herren aus Niedersachsen definitiv noch in die obere oder gar höchste Metal-Liga vorstoßen und mir den Stuhl unter meinem Allerwertesten regelrecht wegreißen. Dass sie sich steigern können und über dieses Potential verfügen, haben sie mit „Juggernaut“ bewiesen. Mal abwarten, was sie aus dem jetzt erreichten Standpunkt machen werden.

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22.05.2009

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