Dust Bolt - Awake The Riot

Review

Galerie mit 24 Bildern: Dust Bolt - Trapped In Chaos Tour 2019 in Mannheim

„Awake The Riot“ heißt die zweite Platte von DUST BOLT aus dem bayrischen Landsberg am Lech. Nachdem Lenny, Flo, Bene und Nico bereits auf ihrem Debüt „Violent Demolition“ vor zwei Jahren amtlich das Gaspedal durchtraten liefern die Bay(ern) Area-Thrasher auch auf ihrem Zweitwerk eine beachtlich reife Leistung ab.

Im Gegensatz zu vielen anderen neueren Thrash-Bands fokussieren sich DUST BOLT nicht auf die reine Emulation einer Schiene des Knüppelns, sondern suchen sich gezielt Elemente aus den verschiedenen Stilrichtungen des Thrash und schnüren damit ein lecker mundendes Brotzeit-Paket für den gemeinen Metalhead. Ob SLAYER, KREATOR oder DEATH ANGEL – auf „Awake The Riot“ lassen sich Spuren so ziemlich aller wichtigen Thrash-Bands finden, ohne stumpf imitiert zu werden.

Die Riffs sind richtig fett , die Gitarrensoli scharf wie valyrischer Stahl und auch der Gesang und das Drumming wissen auf „Awake The Riot“ durchgängig zu überzeugen: Während Songs wie die Arsch tretenden Dosenöffner „Living Hell“ und „Soul Erazor“ eher in Richtung Bay Area gehen, lassen sich das punkig-rotzige „You Lost Sight“, „Living A Lie“ und der Titeltrack eher im Ruhrpott verorten. „Eternal Waste“ beinhaltet dann auch noch eher traditionelle Heavy-Metal-Goodness – gemein ist den Songs, das sie mächtig abgehen und die Nackenmuskeln ordentlich zucken lassen.

DUST BOLT gelingt es, hier eine richtig gute Mischung aus europäischer und amerikanischer Schule zusammen zu zimmern, die allerdings auf Albumlänge („Awake The Riot“ ist fast eine Stunde lang) ein wenig von ihrem Zauber verliert, da sich die Songs dann doch ein wenig zu ähneln beginnen. „Agent Thrash“ und „Drowned In Blind Faith“ haben für meinen Geschmack nicht die Klasse wie die obigen Anspieltipps, sind aber auch weit davon entfernt, sich als schwachbrüstige Standard-Thrasher zu präsentieren.

Zum Ende hin sammeln DUST BOLT allerdings noch mal alle Kräfte und hauen mit dem episch-progressiven 7+-Minüter „The Monotonous – Distant Scream“ den musikalisch gesehen stärksten Track raus, abgerundet wird „Awake The Riot“ dann mit dem ordentlich gezockten EVIL DEAD-Cover „Future Shock“ (inkl. Überraschung).

DUST BOLT schaffen es auf „Awake The Riot“ nicht nur, das Niveau ihres Debüts zu halten, sondern sogar noch ein Stück weit zu steigern – und landen kurz vor den Champions-League-Plätzen! Gute Scheibe, die Thrash-Freunden unterschiedlichster Couleur so gut schmecken dürfte wie eine gekühlte Gerstensaftkaltschale!

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25.06.2014

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Dust Bolt auf Tour

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1 Kommentar zu Dust Bolt - Awake The Riot

  1. Arvid sagt:

    Ein unglaubliches Album für eine noch so junge Band!

    9/10