Dust Bolt - Mass Confusion

Review

Galerie mit 14 Bildern: CS 16:15 Dust Bolt - Summer Breeze 2015

Für „Mass Confusion“ wird die neue DUST BOLT-Platte bei ihren Fans wohl kaum sorgen. Denn auf Album Nummer drei folgen die Bayern weiterhin ihrem gewohnten Pfad und liefern gnadenlosen Old-School-Thrash.

Schon „Awake The Riot“ folgte dem schnörkellosen Stil des ersten Albums ohne große Neuerungen. Auch auf „Mass Confusion“ halten sich DUST BOLT in Sachen Weiterentwicklung sehr zurück.  Das kurze, energiegeladene „Sick X Brain“ gibt die Marschrichtung des Albums ganz gut vor. Superschnell, technisch beeindruckend und ohne echten Wiedererkennungswert hämmert ein Großteil des Songmaterials aus den Boxen. Nur mit der Ballade „Exit“ wagen sich DUST BOLT auf neues Terrain. Aber leider können die Clean Vocals von Fronter Lenny nicht so wirklich überzeugen, was den atmosphärisch dichten Song etwas trübt. Das war der Band scheinbar auch bewusst, denn gerade in „Exit“ ist der Gesang mit einer Menge Effekten vollgeballert.

Ansonsten kommen die Vocals in vielen Songs fast schon rap-artig daher. Shouts und Screams gibt es weitaus weniger als auf den Vorgängeralben. Dadurch rücken DUST BOLT auf „Mass Confusion“ etwas mehr in die Crossover-Thrash-Ecke. Vor allem der Refrain von „Turned To Grey“ ruft Erinnerungen an DR. LIVING DEAD wach. Die Bay-Area-Einflüsse der Jungs kommen beim atmosphärischen Gitarren-Intro von „Allergy“ immer noch zur Geltung. Insbesondere TESTAMENT haben hier ihre Spuren hinterlassen. „Mind The Gap“ überrascht mit einem kurzen A-Capella-Intro und „Potraits Of Decay“ beginnt leicht doomig. Solche Momente gibt es allerdings viel zu selten und sie verschwinden meistens so schnell, wie sie gekommen sind. Natürlich verstehen die Landsberger ihr Handwerk. Besser sogar als ein Großteil der Konkurrenz. Aber was bringt das, wenn so gut wie nichts hängen bleibt?

Wer gerne mehr vom Gleichen möchte, wird mit „Mass Confusion“ sein Glück finden. Stilistische Experimente gibt es bei DUST BOLT nahezu keine. Gelegentliche Schlenker abseits der Thrash-Klischees lassen aber erahnen, wozu die Jungs fähig sind. Mit etwas mehr Mut zur Abwechslung könnte beim nächsten Mal endlich der große Wurf gelingen.

01.07.2016

"Irgendeiner wartet immer."

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