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Ecnephias - Necrogod

Review

So ganz verstanden habe ich ECNEPHIAS noch nicht, aber je weniger ich es verstehe, umso mehr interessiert mich „Necrogod“. Der Gesang ist gewöhnungsbedürftig, etwas holprige aber kräftige Growls wechseln sich mit tiefen Gesang ab, den man wohl am besten im Gothic Rock einsetzen können. Einerseits liefern ECNEPHIAS einen sehr mystischen, auf ursprünglichen Klängen basierenden Sound, andererseits werden immer wieder ansprechende Klavierparts eingesetzt und jeder Song baut auf eine rockige Basis auf. Die Lyrics sind aufwendig, über okkulte Begebenheiten in Ägypten und zu Zeiten der Maya.

Das Titelstück „Necrogod“ hat gute Ansätze, allerdings fühlt es sich für mich so an, als ob Sänger und Musiker in zwei verschiedene Richtungen zerren und sich gegenseitig die Vision kaputthauen. Der Sänger tendiert Richtung Marsch und Härte, während der Rest von ECNEPHIAS eine epische Klangwelt aufbauen möchte. Kann grundsätzlich klappen und eine beklemmende Kälte erzeugen, tut es aber auf „Necrogod“ leider nur bedingt. „Anubis – The Incense Of Twilight“ und „Voodoo – Daughter Of Idols“ nehmen etwas Tempo auf und funktionieren dann in guter alter MOONSPELL- Tradition sehr gut, plötzlich atmen die Gitarren und die minimale Takterhöhung tun dem Song genauso gut, wie die vermehrten Tempowechsel. Auf jeden Fall die Höhepunkte der Platte, auch wenn der „Ohhoho-Gesang“ leider wieder Abzug gibt und es von mir auch gerne einen Tick härter sein könnte. ECNEPHIAS lassen dies aber nur bedingt zu und so ist „Necrogod“ leider auch relativ reizarm und hat nur wenige Spitzen.

Was sofort überspringt ist der Funke und die ehrliche Leidenschaft für Musik, alles wirkt sehr natürlich und hört sich nach freiem kreativem Ausleben durch Musik an. Mir scheint die gemeinsame Richtung noch nicht wirklich gefunden. Die Italiener neigen immer etwas zum Bombast, auch beim Metal, sodass mir einige Stellen zu schwulstig klingen und der Bruch zwischen düsterem Geschreie und klebrigem Keyboard mit fragilen Flötenklängen, etwas zu sperrig geraten ist. Auch wenn ich keinen wirklichen Ausfall finden kann, so finde ich auf „Necrogod“ doch auch keinen Überhit, keine großen Refrains und sehr wenige markante Momente. Der große Knall bleibt also aus, aber trotzdem schaffen es ECNEPHIAS, dass man ihnen über Albumlänge noch einen Höhepunkt zutraut und somit bis zum Ende zuhören will.

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10.07.2013

Der metal.de Serviervorschlag

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