Ectovoid - In Unreality's Coffin

Review

In den letzten 14 Jahren hat sich im Hause ECTOVOID erst einmal offensichtlich nicht allzu viel getan. Nach dem Einstand „Fractured In The Timeless Abyss“ folgte drei Jahre später mit „Dark Abstraction“ noch ein Nachfolger, danach war es erst einmal lange Zeit still. Ein Großteil der Bandmitglieder veröffentlichte vor drei Jahren mit SERAPHIC ENTOMBMENT einen schleimigen Death-/Doom-Klumpen, von dem auch ECTOVOIDs drittes Album „In Unreality’s Coffin“ ein paar Einflüsse aufgegriffen hat. Im Output hat sich aber qualitativ doch merklich etwas getan, denn das zweifellos vorhandene Talent wirkt derweil geschürft und konzentriert.

OSDM – fein produziert

Das Line-Up ist seit der letzten Veröffentlichung zu einem Quartett angewachsen, wobei die Songs allesamt von Drummer Chris McDonald geschrieben wurden. Das Erste, was die Band aus Birmingham, Alabama, in die Raummitte stellt ist seine zwingende Aura aus knatterigem OSDM, der aber gleichsam mit einer ultrasauberen Produktion ausgestattet ist. Das sorgt nicht dafür, dass der Grabesmoder von Mr.Proper vom Feld gewischt wird, sondern, ohne merkliche Verluste hinsichtlich der Atmosphäre, dass das hohe technische Level, auf dem ECTOVOID zweifelsohne agieren, gebührend durchs Labyrinth findet.

Was die Herren hier nämlich an Arrangements zu Felde führen, ist allerhand. Von der langsam unters Hemd kratzenden Skeletthand, über polierten Schwedenmuff bis hin zu thrashigen Anleihen, ist auf „In Unreality’s Coffin“ alles vorhanden – häufig in einem Song. Hier verformen sich AUTOPSY, DISMEMBER und MORTIFERUM zu einem aus Killerriffs gespeisten formlosen Grabesgeist, der vielleicht bestenfalls das Problem hat, ein, oder zwei Tracks zu lang zu sein.

Erfolgsformel hält durch

Das mag vornehmlich daran liegen, dass die Erfolgsformel aus treibenden Parts und konterkarierendem Groove in den einzelnen Stücken durchaus verwechselbar klingt, obwohl sich die Stücke gut voneinander unterscheiden lassen. Das melodische Instrumental „It Is Without Shape“ und der abschließende, teils schleppende Rausschmeißer „In Anguished Levitation“ sind allerdings ideal platziert, um die Kohlen zum Ende hin nochmals mit Nachdruck aus dem Feuer zu holen.

09.01.2026

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