



Mit „Rites Of Disclosure“ liefern ELVENKING kein gewöhnliches Album ab. Die Compilation versammelt Stücke, die zwischen den drei „Reader Of The Runes“-Alben als digitale Singles erschienen sind. Die zweite Hälfte besteht aus Coverversionen der Inspirationsquellen der italienischen Band – von CHILDREN OF BODOM über IRON MAIDEN bis KING DIAMOND ist einiges vertreten.
ELVENKING schließen „Reader Of The Runes“ ab
„Divination“, „Rapture“ und „Luna“ heißen die drei Teile der „Reader Of The Runes“-Trilogie. Drei verschiedene Redakteure haben die Alben besprochen und gemischte Wertungen vergeben. Lässt sich „Rites Of Disclosure“ als Essenz der drei Alben bezeichnen?
Gewissermaßen schon, denn die Stücke stammen aus verschiedenen Phasen des immerhin sechs Jahre dauernden Zyklus. Mit „Blizzards Of Anger“ und „Rite Of Passage“ eröffnen zwei Lieder die Platte, die als Epilog zur Saga gedacht sind. Musikalisch könnten sie kaum unterschiedlicher sein: „Blizzards Of Anger“ ist ein eingängiger, fast leichter Song zwischen Folk Metal und 80er-Vibes. „Rite Of Passage“ dagegen ist ein Heavy-Metal-Stampfer mit GHOST-Gedächtnisriff, Melo-Death-Schlagseite und starkem Refrain.
„The Moon And The Magic“ und „Ethel“ fungieren als erzählerische Brücken innerhalb der Trilogie, während „The Past Is Forever“ mit ohrwurmigem Chorus und Folk-Melodien an die Frühphase der Band anknüpft.
Von MAIDEN bis BATHORY
Die Coversongs beginnen mit „Arrival“ von KING DIAMOND. Wer die schrillen Schreie des Dänen nie mochte, sollte die ELVENKING-Version antesten, da die hohen Töne hier erträglicher ausfallen. Musikalisch interpretiert die Band das Stück sehr gelungen. Mit „No Prayer For The Dying“ nehmen sich ELVENKING den Titeltrack eines MAIDEN-Underdog-Albums vor, bei dem man sich fragt, warum die Platte nie größere Beliebtheit erlangte.
Bei „Children Of Decadence“ muss man kurz prüfen, ob versehentlich die CD gewechselt wurde, denn die Nummer klingt sehr nah am CHILDREN-OF-BODOM-Original. Weniger auffällig geraten dagegen das BATHORY-Cover „Man Of Iron“ und VENOMs „Prime Evil“. Dafür überzeugt die SKYCLAD-Nummer „Salt Of The Earth“ und macht Lust, sich näher mit dem Original zu beschäftigen.
„Rites Of Disclosure“ zeigt die Vielseitigkeit der Band
Mit dieser Zusammenstellung beweisen ELVENKING ihre Wandelbarkeit. Es wirkt, als hätte der „Reader Of The Runes“-Zyklus die Gruppe zu neuer Kreativität angespornt. Man darf gespannt sein, was als Nächstes folgt.

Elvenking - Rites of Disclosure
Jannik Kleemann






























Kommentare
Sag Deine Meinung!