Epistulum - From The Dead Masses

Review

Die niederländischen Melodeather EPISTULUM haben mit „From The Dead Masses“ bereits im vergangenen August ihr Debütalbum veröffentlicht. Dieses wurde, wie auch die 2018er EP „Epistulum“, in Eigenproduktion erstellt, nur für Mix und Master holte man sich Unterstützung ins Boot. Das 2018 gegründete Quintett setzt auf eine ordentliche Portion Keyboard, was dem gesamten Album einen gewissen futuristischen Vibe verleiht. Damit hat die Band stellenweise bereits einen Fuß im Space Metal, ganz verschreibt sie sich diesem Genre jedoch nicht. Fiele der Einsatz der Synths etwas sparsamer aus, könnte man einen Vergleich mit den finnischen Kollegen OMNIUM GATHERUM ziehen.

EPISTULUM legen stark vor

Der futuristische Anklang wird schon zu Beginn des Openers „Black Dawn Above“ sehr deutlich. Nach einigen Synth-Effekten steigen die Hauptinstrumente jedoch schnell und druckvoll ein. Das vergleichsweise kurze Stück irgendwo zwischen einem Intro und einem richtigen Track zeigt auf, dass EPISTULUM ihre schnelle Spielart beherrschen und einen dichten Sound bieten. Mit „White Dusk Within“ schließt sich direkt einer der Hörtipps auf dem Album an. Hier prügelt die starke Rhythmussektion herrlich los, während sich die etwas verspielten Leads der Synth-Begleitung anpassen. Definitives Plus sind die tiefen Growls, in denen kein Quäntchen Kopfstimme steckt. Ebenfalls zu empfehlen ist „Pandemonium Flux“. Im weiteren Verlauf des Albums kommen noch andere Elemente hinzu. „Orion“ versprüht eine überraschend folkige Atmosphäre, aber auch einen stampfenden Rhythmus.

„From The Dead Masses“: Manchmal etwas drüber

EPISTULUM zeigen sich auf „From The Dead Masses“ selten stumpf, meist gewittrig und stets treibend. Gerade für ein Debüt in Eigenproduktion punktet das Album zudem bei der Produktion. Luft nach oben lässt die Band vor allem bei den zahlreichen Spielereien, mit der sie etwas zu großzügig um sich wirft. So haben viele Stücke einige clean Vocals in einer verzerrten Singstimme, die wahrscheinlich spacig klingen soll, aber deutlich zu nah am im Mainstream-Radio allgegenwärtigen Autotune-Geheule ist. Die Synths, insgesamt keine schlechte Sache, sind zudem an einigen Stellen mehr als nur ein wenig drüber. Hier muss also noch an der Dosierung der Extras gearbeitet werden, doch angesichts der ansonsten abgelieferten Qualität dürften EPISTULUM auch damit klarkommen. Für Freund:innen des Melodeath auf jeden Fall einen Versuch wert.

15.11.2022

headbanging herbivore with a camera

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