Eric Fish & Friends - Mahlstrom

Review

Galerie mit 20 Bildern: Eric Fish, Stimmgewalt, David Nathan - Geschichten & Gezeiten

Liedermacher-Musik auf metal.de?

Was eine Liedermacher-Platte auf metal.de verloren hat scheint erst einmal fragwürdig. Da allerdings der Urheber dieser Lieder auf den Namen ERIC FISH hört, seines Zeichens Sänger von SUBWAY TO SALLY, ist das Ganze schon weniger seltsam. Dieser tourt seit 1999 mit seinem Solo-Programm, unter dem seit 2005 regelmäßig neue Alben veröffentlicht werden. “Mahlstrom“ heißt das aktuelle Werk von ERIC FISH & FRIENDS, das dem geneigten Hörer eine Mischung aus Romantik und Gesellschaftskritik präsentiert. Der erste (optische) Eindruck des Albums ist mehr als positiv. Das Cover Artwork und das Booklet bestehen aus detailreichen Portraits der Musiker. Im Unterschied zu herkömmlichen Bandfotos, hat man sich hier bemerkenswert viel Mühe gegeben.

ERIC FISH – Nichts zum Kopf ausschalten

Platten von ERIC FISH haben meist so die Eigenart, dass man sie kaum nebenbei hören kann, wenn man sie verstehen will. Ein aktives Zuhören ist essentiell, um die Texte in ihrer Komplexität auffassen zu können. Da wird man in lebensphilosophische Gefilde geführt (u.a. “Des Lebens Lauf“, “Das Rad“), zum Nachdenken über Politik und Gesellschaft angeregt (“Mahlstrom“, “Kreuzfahrt“) und auf eine Reise durch die persönlichen Gefühle geführt (“Neid“). ERIC FISH & FRIENDS liefern also ein modernes und vielseitiges Liedermacher-Album. Wer jedoch nach einem Akustik-Album sucht, bei welchem man den Kopf ausschalten und den Alltag vergessen kann, für den hat “Mahlstrom“ nicht viel zu bieten. Je nachdem, wie man Musik konsumiert, kann man diesem Album unterschiedlich viel abgewinnen.

Musik zwischen Entdeckungsreise und Langeweile

Musikalisch ähneln sich die Stücke oft; der Fokus liegt auf den Texten. Das bedeutet jedoch nicht, dass es nichts zu entdecken gibt. Wer die Solo-Karriere von ERIC FISH verfolgt, wird auf “Mahlstrom“ vermutlich mit mehr Druck konfrontiert, als bislang gewohnt. Dies liegt daran, dass nun auch Schlagzeug- und Bassaufnahmen zu hören sind, die der Musik durchaus gut tun. Weiterhin ist anzumerken, dass in erfreulich vielen Stücken das Akkordeon zu hören ist, ein Instrument, das, wenn es richtig eingesetzt wird, wunderbar zum Träumen einlädt. “Momente“ wird auf diese Weise zu einem Highlight des Albums. Der phantasievolle Text und die träumerische Musik ergänzen sich zu einem herausragenden Song. Leider hat “Mahlstrom“ auch seine negativen Seiten. Einige Lieder ziehen sich in die Länge und werden so tatsächlich recht langweilig. “Ins Licht“ und “Spuren“ sind wohl die besten Beispiele dafür. Generell wirkt das Album an sich sehr lang, was die Überlegung nahe legt, das nächste vielleicht um ein bis zwei Titel zu kürzen. Erwähnenswert sind schlussendlich die Gastauftritte von Falkenberg in “Geben und Nehmen“, der etwas umfangreicher hätte ausfallen können, sowie die bezaubernde Johanna Krins von DELVA, die nicht nur bei “Schlaf“ mit ihrer Stimme überzeugt, sondern auch Klavier-Passagen beisteuert.

“Mahlstrom“ ist demnach eine anspruchsvolle und damit schwierige Platte mit reichlich Diskussionspotential. Ein Album zwischen Langatmigkeit und Vielfältigkeit – eigentlich typisch ERIC FISH.

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19.08.2016

Alles fließt, alles treibt, alles hat seine Zeit. Vergiss nie, dass wir Kinder des Augenblicks sind! Der Moment hält ein Leben grad eben bereit!

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