Fear Of Domination - VI: Revelation

Review

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Bereits im Dezember veröffentlichten FEAR OF DOMINATION mit „VI: Revelation“ ihr sechstes Studioalbum. Nachdem der rezensierende Kollege des 2016er „Atlas“ noch Melodic Death mit Industrial-Einflüssen attestierte, ist das finnische Septett nun eindeutig im Modern Metal zu verorten. Der Industrial-Charakter ist durch die weiterhin allgegenwärtigen Synths erhalten geblieben. Zudem findet sich immer wieder mal eine Portion Groove. Mit nur knapp 37 Minuten ist „VI: Revelation“ recht knapp geraten. Dementsprechend sind auch die darauf enthaltenen zehn Stücke kurz und knackig.

„VI: Revelation“ ist fest in seinem Stil verortet

FEAR OF DOMINATION starten mit „Exitus“, das nach einem kurzen Intro überraschend schnell einsteigt. Die Band zeichnet sich zwar durch eine hohe Energie und daher schnelles Tempo aus, doch dieser Track ballert regelrecht schwarzmetallisch mit hämmernden Blast Beats. Schnell zeigt sich jedoch die Modern-Metal-Natur der Band, die das Album ganz klar bestimmt. Durch das Duo am Mikro – weiblicher und männlicher Gesang, jeweils in einer cleanen und einer roughen Variante – fühlt man sich während der poppigen Passagen ungewollt an AMARANTHE erinnert und während der härteren Passagen guten Gewissens an INFECTED RAIN.

FEAR OF DOMINATION verausgaben sich nicht beim Schreiben

Songwritingtechnisch greifen FEAR OF DOMINATION nicht unbedingt tief in die Trickkiste. Sie setzen auf eingängige Refrains, vorhersehbare Breaks und ein PAIN-RAMMSTEIN-SCOOTER-Potpourri an Synth-Elementen. Sie erzielen dadurch aber ein Rezept, das funktioniert, auch wenn es sich mit der Zeit etwas abnutzt. Auch die Produktion kann sich sehen lassen. Die zahlreichen Spuren bilden einen dichten und druckvollen Sound. In anderen Genres würde er vielleicht als zu glatt wahrgenommen, hier passt er jedoch zum Stil.

Abzüge gibt es für einige schwache Stücke wie beispielsweise „Formless One“, „Manifest“ und „Home“, denn bei einer so kurzen Gesamtlaufzeit sollte nicht auch noch Ausschuss dabei sein. Auch weiß der männliche Klargesang nicht so recht zu überzeugen und tritt eher als Störfaktor in Erscheinung. Dies jedoch glücklicherweise recht selten. Die relative Gleichförmigkeit der Stücke sorgt des Weiteren dafür, dass „VI: Revelation“ trotz seiner Kürze ab der Hälfte zu plätschern beginnt. Für nebenher trotzdem ganz ordentlich und live sicher um einiges eindrucksvoller als auf Platte.

15.01.2022

headbanging herbivore with a camera

Der metal.de Serviervorschlag

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