Ferocity - The Sovereign

Review

Die Wenigsten dürften bisher etwas von den Death Metallern aus Aalborg namens FEROCITY gehört haben, und das obwohl die Jungs ihr Projekt bereits seit 1995 am Laufen haben. Zum einen liegt das wohl daran, dass bei den Dänen seither nur vergleichsweise wenig passiert ist – das Debütalbum “Cocoon Of Denial“ ist aus dem Jahr 2009. Auf der anderen Seite konnte die Truppe bisher auch mit ihrer Musik nicht gänzlich überzeugen, was auch die Grundessenz von “The Sovereign“ im Wesentlichen erklärt. Schließlich fehlt dem Trio weder die musikalische Praxis, noch die ordentlichen Grundansätze oder die wuchtige Produktion. Viel mehr hapert es typischerweise an zündenden Ideen, den kleinen Besonderheit und dem gewissen Etwas.

Grundsätzlich sind FEROCITY eine in vielen Momenten zu stereotypische Form modernen Death Metals, die zwar keineswegs schwach daherkommt, in Anbetracht des herben Konkurrenzaufkommens mit seiner knappen Überdurchschnittlichkeit aber bei den meisten hinten herunter fallen dürfte. So machen etwa die schweren Axt-Riffs von “Chain Of Command“ grundsätzlich einen sehr ansprechenden Eindruck, insbesondere weil die drückende Produktion ebendies noch musikalisch mit Ketten unterlegen vermag. Allerdings haben die meisten umgesetzten Ideen auf “The Sovereign“ ihren merklichen Ursprung, was somit jeglichen Anspruch auf ein gewisses Maß an Einzigartigkeit im Keim erstickt.

Erwähnenswert ist an dieser Stelle lediglich noch der Gesang von Schreiwolf Kasper Wendelboe, der dem Ganzen schließlich gar noch einen Touch von SIX FEET UNDER verleiht. Folglich klingt der Gute nämlich nach einer ganz ähnlichen Version eines neueren Chris Barnes. Also irgendwie nach einem tiefem Sumpf aus Verrottung, Weed und Hundegebell. Das dürfte unter vielen Testern entweder ein Positiv- oder gar ein KO-Kriterium darstellen. Doch bei Alben, denen es wie “The Sovereign“ hauptsächlich an eigener Identität mangelt, sind solche Polarisierungen doch etwas Nettes.

10.09.2013

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