Fetal Decay - You Have No Choice

Review

Nicht alleine die Ähnlichkeiten hinsichtlich des Namens lassen an die allseits bekannten Jungs aus Maryland denken, ob nun ein sterbender Fetus oder fötales Verderben darf schließlich fürs Erste mal schnuppe sein. So dachte offenbar auch das Trio von FETAL DECAY, die sich zusätzlich auch musikalisch unheimlich nah an den Brutal-Death-Dreier aus den USA anlehnen. Auch wenn dies erst das zweite Album der Russen ist, entweicht mit “You Have No Choice“ ein ziemlich anständiger Klon den osteuropäischen Laboratorien und kann sich auch hier sicherlich hören lassen. Seien es die ebenfalls teilweise gesellschaftskritisch motivierten Texte, das ähnliche Bandlogo oder einfach das Handfeste, die Musik, man glaubt stellenweise tatsächlich man habe es mit einem verschollenen Werk von DYING FETUS zu tun.

Faktisch ist dem natürlich nicht so – schon alleine die Fotos der Krachexperten im Booklet lassen einem vor der menschlichen Urgewalt namens Dimitry Orlov die Kinnlade runterrasseln. Also wenn der mal kein fieses Stimmchen herausbringt, wer sonst? Tatsächlich mimt auch dieser seiner Schablone John Gallagher mutig nach, was aber ohne Zweifel ziemlich ordentlich funktioniert, denn auch die hohen Screams sowie die tiefen Growls klingen fast wie kopiert.

Nun, auch der wohl anspruchsvollste Parameter scheint von FETAL DECAY originalgetreu und authentisch umgesetzt, wobei es sicherlich kein Einfaches ist, dem instrumentalen Wahnsinn, den verspielten Soli und dem dynamischen Soundgewand von DYING FETUS nachzueifern. Einzig im Songwriting fehlen verständlicherweise die Hits, obgleich es ein paar Hinhörer-Passagen gibt. Auch den Drumcomputer wird nicht jeder für besonders optimal halten, in meinen Ohren fällt er allerdings kaum ins Gewicht. Ich hätte ihn ehrlich gesagt nicht mal bemerkt. “You Have No Choice“ lässt einem gegenüber dem Albumtitel sogar eine recht angenehme Wahl: Wer die Amis liebt, der macht mit FETAL DECAY bestimmt auch nichts verkehrt, alle anderen können womöglich verzichten.

06.04.2011

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