Forbidden - Green

Review

Als FORBIDDEN 1997 mit “Green” um die Ecke kamem, klang das Album modern, ein wenig anders als das bekannte Zeugs und irgendwie auch ein wenig seltsam, denn als Metalhead mit Blick auf das, was man allgemein als Thrash bezeichnete, hatte “Green” nur von den Zutaten her etwas zu tun. Der Stoff ist sehr heavy, die Riffs entsprechend hart, das Feeling ist klar Thrash, und dennoch brennt es nicht lichterloh im Wald. Die Songs sind nicht ausschließlich straight nach vorne, sondern variieren und schielen stilistisch nach links und rechts.

Vorzüglich im Midtempo riffen sich FORBIDDEN durch diesen Longplayer und versprühen dabei trotzdem eine enorme Menge Energie. Der Opener “What Is The Last Time” klingt zunächst wie eine Art Intro. Der Gesang ist mitunter leicht melancholisch, die Musik schleppend, und mit kurzen zweieinhalb Minuten Spielzeit verstärkt sich der Eindruck eines Einleitungs-Tracks. Es folgt mit “Green” der Titeltrack und FORBIDDEN zeigen sich von ihrer besten Seite. Das Lied klingt modern, heavy, hat Feeling und benötigt kein Uptempo. Erstaunlich, wie stark die Truppe mit diesem Lied zuschlägt. “Phat” prügelt darauf mit einem verkanteten Uptempobeat und der Thrash-Keule auf den Hörer ein und sorgt für eine Auflockerung in Sachen leichter Geschwindigkeitsanhebung. “Turns To Rage” erinnert etwas sehr an die Musik von MACHINE HEAD und ich bin mir nicht sicher, ob die FORBIDDEN-Jungs nicht ein wenig zu sehr auf ihren alten Kollegen Robb Flynn und seine Maschinenköpfe geschielt haben, als sie dieses Album hier komponiert haben. Die stilistischen Ähnlichkeiten sind stellenweise jedenfalls nicht wegzureden.

“Mit “Face Down Heroes” sind FORBIDDEN einen deutlichen Schritt in die Zukunft gegangen. Vergleicht man dieses Lied mit Thrash- oder anderen Metal-Truppen der End-2000er Jahre, erkennt man auf jeden Fall Ähnlichkeiten. FORBIDDEN hatten entweder einen guten Riecher, was irgendwann mal angesagt sein wird oder sie waren einfach nur voll auf Droge. “Over The Middle” prügelt dann Thrash-mäßig erstmal wieder alles und jeden windelweich, bevor “Kanaworms” mit dem selben Schema, nur nicht ganz so schnell, zum Todeshieb ansetzt. “Blank” ist dann fast eine Ballade und “Focus” der groovende und gleichermaßen abgefahrene Abgang.

FORBIDDEN ist mit “Green” zwar kein Machtwerk gelungen, denn dazu sind nicht genug Killer auf dem Album, aber irgendwas wird es ja gewesen sein, das viele 1997 eine Zeit lang süchtig nach dieser Scheibe gemacht hat, auch wenn nicht alle Stücke gleichermaßen vom Hocker reißen. Trotzdem ein gutes Album.

20.10.2010

Der metal.de Serviervorschlag

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