Gergovia - Si Vis Pacem Para Bellum

Review

Er macht es mir nicht leicht, der gute Lord Necron. Sein Solo-Black-Metal-Projekt hat nämlich durchaus gute Ideen, nur leider reißt er das, was er vorn mit den Händen aufbaut, hinten mit dem Arsch wieder ein.

Das geht schon bei dem mittelalterlich anmutenden Intro los, welches mir sehr gefällt und auch eine finstere Stimmung erzeugt. Doch plötzlich ertönen Sirenen, es erklingt das Rattern von Maschinengewehren und schwups ist die Stimmung dahin. Zwar kann ich auf Grund mangelnder Französischkenntnisse nichts zum eventuellen Textkonzept des Albums sagen, doch selbst wenn dieser Wechsel mit Bedacht gewählt sein sollte, so zerstört er die Atmosphäre der Einleitung.

Leider verhält es sich bei den „richtigen“ Songs nicht minder zwiespältig. Der Gesang ist schön kreischig und kann mich überzeugen, ebenso sind auch einige interessante Riffs zu entdecken, die zwar gewiss noch ausbaufähig sind, aber durchaus von Potenzial zeugen. Aber, ja ein dickes Aber muss nun kommen: Der Drumcomputer! Um Himmels Willen, andere Bands versuchen ja wenigstens noch, den Sound so hinzubekommen, dass man es nicht sofort hört, aber der Sound des „Schlagzeugs“ auf diesem Werk ist unter aller Sau. Nun kann man sagen: Ok, ist nur der Drumcomputer, da muss man sich nicht so drauf einschießen. Leider muss ich aber sagen, dass selbiger so sehr im Vordergrund steht und mit seinem scheppernd-plastischen Sound einfach das Hören nach Strich und Faden versaut, denn gerade bei den Blastbeats und Tomrolls fallen mir echt die Ohren ab.

Ist dann natürlich schwer, das Ganze zu bewerten, da die Musik durchaus taugt, aber der PC alles kaputt macht. Deswegen entscheide ich mich für die strengere Variante, einfach als Anreiz das nächste Mal einen echten Drummer zu verwenden und gebe:

27.07.2007

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