Heretic - Underdogs Of The Underworld

Review

Galerie mit 7 Bildern: Under The Black Sun 2016 - Heretic

Mütter, sperrt die Töchter ein und euch selbst am besten gleich mit. Denn wo HERETIC aufschlagen, findet ihr nur noch verbrannte Erde vor. Die niederländischen Metal-Punks legen mit „Underdogs Of The Underworld“ ihr fünftes Album vor und gehen wieder einmal keine Kompromisse ein.

Frei nach dem Motto „stumpf ist Trumpf“ präsentieren sich HERETIC so reduziert wie möglich. Gitarre, Bass, Schlagzeug, Vocals und etwas mehr als 30 Minuten volle Power. Das war’s. Keine unnötigen Elekrosamples, keine virtuosen Soli, keine komplizierten Breaks und erst recht kein Keyboard-Gedudel. Die Niederländer wissen genau, wo ihre Stärken liegen. Alles andere hat auf „Underdogs Of The Underworld“ keinen Platz. Langsame Stampfer wie „Overlords Of Sleaze“ drücken sich mit alles zerfetzenden Punk-Hämmern der Marke „Raw Infernal Bitchfuck“ die Klinke in die Hand. Gelegentlich wird sogar in bester BLACK SABBATH-Tradition gedoomt („Hellbound Doomslut“). Die Einflüsse von MOTÖRHEAD sind vor allem im Gitarrenriffing allgegenwärtig. Aber auch die MISFITS haben nicht nur in der Optik der Bandmitglieder ihre Spuren hinterlassen. Bei allem Rotz und Dreck gibt es trotzdem coole Singalong-Melodien und Gangshouts wie in „Godless Masters, Savage Bastards“, bei denen sich die Fans live die Seele aus dem Leib schreien werden. Dazu gesellt sich eine gute Portion Selbstironie, wodurch die Platte trotz alberner Texte nicht ins Lächerliche gezogen wird.

Bei so viel Punk-Attitüde würde eine Garagenproduktion niemanden verwundern. Doch weit gefehlt! HERETIC machen nicht den Fehler vieler ihrer Kollegen, alles auf Retro zu stellen. Stattdessen transportieren sie das Old-School-Gefühl ihrer Songs mit einer differenzierten, natürlichen Produktion in das Hier und Heute.  Alle Instrumente ballern mit ordentlich Schmackes aus den Boxen. Trotzdem klingt auf „Underdogs Of The Underworld“ nichts gebügelt oder geschönt.

HERETIC zeigen mit „Underdogs Of The Underworld“, wer die Hosen im Metal-Punk an hat. Fans können bedenkenlos zugreifen. Und jeder, der seiner Sammlung mal wieder eine zeitlos gute Platte hinzufügen will, sollte auf jeden Fall reinhören!

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24.06.2016

"Irgendeiner wartet immer."

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