HOD - Serpent

Review

HOD sind HOD. So steht es auf der offiziellen Myspace-Seite der Band und viel mehr wird auch nicht verraten. Musikalisch bewegt sich die Sache nicht ganz so im Dunkeln. Naja, eigentlich doch. Denn HOD haben sich einer Mixtur aus Death- und Black-Metal verschrieben, die sie auf ihrem Debütalbum „Serpent“ auch ohne Kompromisse ausleben.

Die Nummern auf „Serpent“ werden von Blastbeats und schnellen Riffs dominiert, die sich am amerikanischen Death-Metal orientieren. Der Black-Metal-Einfluss kommt eher bei den Vocals und ebenfalls einigen (stimmungsvollen) Riffs zum Vorschein. Das könnte jetzt prinzipiell eine gute, interessante Mischung geben. Tut es bei Nummern wie „Black Rites“ mit seinem eingängigen Refrain auch. Die aber befinden aber klar in der Unterzahl.

Das größte Problem von HOD ist einfach, dass viele Passagen auf „Serpent“ lieblos aneinander gereiht und künstlich konstruiert wirken. Das in diesen Fällen beim geneigten Metaller kein Hörfluss einsetzen will, dürfte klar sein. Stücke wie „God Of Darkness And Winter“, die mit kalten Riffs im Stil der skandinavischen Kollegen verheißungsvoll beginnen, werden im nächsten Moment von Blastbeats in Grund und Boden gespielt, so dass eine eventuell vorhandene Atmosphäre überhaupt keine Chance hat zu entstehen. Generell machen sich die Texaner ziemlich viel mit den Blastbeats kaputt. Es wäre wahrscheinlich sinnvoller gewesen die Riffs mal länger als zwei Takte mit derselben Schlagzeugfigur zu untermalen, so dass diese sich entsprechend entwickeln können. Bei einem Stück wie „Harbringer Of Death“, das vornehmlich aus wilder Raserei besteht, kommen die Blastbeats als Stilmittel selbstverständlich bestens zur Geltung und passen auch in den Songkontext.

Was bleibt also unter dem Strich? Auf der einen Seite stehen gelungene Nummern wie die erwähnten „Black Rites“ und „Harbringer Of Death“, die das Potential der Gruppe erahnen lassen. Auf der anderen Seite ist das Gros der Nummern noch nicht völlig ausgereift und die Band muss im Songwritingbereich noch ordentlich nachlegen, um sich mit der (internationalen) Konkurrenz messen zu können. Da auch die Produktion, Black-Metal-Spirit hin oder her, alles andere als gelungen ist, kann es in der Endabrechnung nicht mehr als fünf Punkte geben.

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23.11.2009

Der metal.de Serviervorschlag

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