
„I’m telling you it’s not music! It’s frantic noise!“ So beginnt dieser 28 minütige Bollen Porn Grind aus Brasilien, der für die einen ein erneut wahrgewordener Wunsch durch den Fäkaliengott sein dürfte, aber für mich, den normalen Durchschnittsbürger einige Fragen offen lässt! Eigentlich hat die Band mit diesem Filmausschnitt vollkommen recht, denn hier wird nicht gerade die Musik geboten, die man als das verstehen sollte, was der Begriff verspricht. Grind ist einfach gestrickt, aber dennoch schwere Kost, doch warum zur Hölle muss der Gesang fernab von jedem menschlichen Geräusch immer so undefinierbar zwischen Gequietsche, Geblubber, Geschlapper und Gebrummel liegen? Das sorgt weder für Begeisterung noch für irgendeinen Wiedererkennungsfaktor.
Die Musik ist dagegen noch annehmbar. Es wird ein Blastbeat nach dem nächsten durch die Boxen gejagt, die Doublebass ballern fleißig, stellenweise groovt die Band auch in guter MORTICIAN-Manier, aber dennoch ist im Vordergrund immer ein Ziel an vorderster Front: absolute Brutalität! Und gerade das macht Porn Grind für mich etwas anstrengend und monoton. Bei I SHIT ON YOUR FACE gibt es zwar noch etwas an Auflockerung, aber so besonders wird „Anal Barbeque“dadurch auch nicht. Für mich gibt es zwei Highlights: „Brown Puke (The tale of an obstructed large intestine)“ und „Eternal Erection“. Das sind die einzigen Songs, die etwas hängen geblieben sind. Das war’s das aber auch schon.
I SHIT ON YOUR FACE haben ein durchschnittliches Porn Grind Album abgeliefert, das wie seine Genre-Kollegen voll auf der Kotspur schmiert und durch wenig Abwechslung kaum zu überzeugen weiß. Auch die Nummer mit den eingestreuten Horrorfilm-Schnippseln ist schon alt. So erarbeitet man sich keine goldene Klobürste…

I Shit on Your Face - Anal Barbeque


















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