Impavida - Into Empty Spheres

Review

Manche Bands geizen mit Informationen und wollen möglichst nichts über sich preisgeben. Hier haben wir wieder so einen Fall, scheint mir: Minimalistisches Layout und kein Infozettel. Da passe ich mich doch mal an und komme ohne Umschweife auf den Punkt…

IMPAVIDA klingen ein bisschen wie das, was ich mir ursprünglich vorgestellt hatte, als ich zum zum ersten Mal etwas über STRIBORG las (gerade in den Ambient-Parts). Da schrillen jetzt wahrscheinlich bei fast jedem, der jemals etwas von dieser Band gehört hat, sofort die Alarmglocken, aber diese Anmerkung ist durchaus positiv gemeint. „Into Empty Spheres“ kann mit einigen sehr interessanten, weil disharmonischen und verstörenden Keyboardlinien dienen, die sich im Gegensatz zum weitestgehend furchtbaren Material des berühmt-berüchtigten Tasmaniers eben nicht willkürlich im Nirgendwo verlieren – dem Titel des Tapes zum Trotz. Ein musikgewordener Horrorfilm, sozusagen.

Das Black-Metal-Material auf „Into Empty Spheres“ kann getrost als „depressiv“ bezeichnet werden und ist eigentlich nicht gerade außergewöhnlich, aber nichtsdestotrotz gekonnt in Szene gesetzt. Die Zutaten sollten bekannt sein: Gequälter Gesang, dissonante Riffs, Schlagzeug aus der Büchse (immerhin weniger störend als bei vielen Kollegen) und ein recht nebulöser Sound. Das habe ich übrigens direkt aus meinem Metal-Kochbuch. Eine leichte eigene Würze ist auch hier in Form besagter Keyboardmelodien zu vernehmen, doch was IMPAVIDAs ersten öffentlichen Gehversuch in meinen Ohren schmackhaft macht, ist letztendlich die recht gelungene Melange aus Ambient und Black Metal. Die Musik fließt und wirkt wie aus einem Guss, wobei man um eine Zwangsunterbrechung natürlich nicht herumkommt, da auch diese Kassette umgedreht werden will.

Etwas ulkig finde ich übrigens, dass Samples aus der ausschließlich im Internet veröffentlichten Animationsserie „Salad Fingers“ verwendet wurden. Ganz komisches Zeug, das, aber irgendwie passt’s. Wie dem auch sei: Ein gelungenes Tape, das die vom Label verlangten vier Euro allemal wert ist!

22.05.2008

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