In Disgrace - Demon

Review

In der Vergangenheit konnten IN DISGRACE aus dem Münsterland bereits einigen Staub aufwirbeln: Ihr Demo „…Before After“ (2002) heimste durchweg lobende Worte ein, und ihr Debüt „Define Death“ aus dem Jahr 2005 kam auf unseren Seiten auf dicke acht Punkte. Das ist allerdings schon wieder viereinhalb Jahre her, der Plattendeal mit Twilight ist passé und das Line-Up wurde seitdem kräftig durcheinandergewirbelt. Doch all diese Entwicklungen konnten IN DISGRACE offensichtlich nichts anhaben: Die Band hat an neuen Songs gefeilt, neue Musiker in das Bandgefüge integriert und schließlich beschlossen, ihr zweites Album „Demon“ unter der Creative Commons Lizenz als freien Download zur Verfügung zu stellen.

Somit könnt Ihr Euch recht einfach selbst davon überzeugen, dass „Demon“ wie seine Vorgängerscheibe ein mehr als solides Stück atmosphärischer Death Metal geworden ist. Nach wie vor setzen die Musiker auf alle Ingredienzien modernen Death Metals, wobei gerade die Riffs häufig die Grenze zum Thrash Metal überschreiten. Die Vocals sind düster gegrunzt (auf Klargesang verzichtet das Quartett gänzlich), und das Schlagzeug böllert sauber im Hintergrund, während mehr als einmal flächige Keyboards zum Einsatz kommen: Eine geschickte Verstärkung der Aussagekraft der Riffs und der Atmosphäre insgesamt.

Und die ist in der Tat die Geheimwaffe von IN DISGRACE: Nach den ersten zwei bis drei Durchgängen macht „Demon“ noch keinen so starken Eindruck, alles wirkt ein wenig unspektakulär – sicherlich: sauber und gekonnt eingespielt ist das Album ja, aber es fehlen auf den weit über 50 Minuten eben die Höhepunkte. Doch irgendwann setzt die Wirkung ein, diese gelungene Melange aus Hooks und Atmosphäre, die dieses Album zu etwas Besonderem machen – sei es mit Stücken, wie „Inquisition“, „Silence“, „Nothing“ oder dem über zwölfminütigen Titeltrack. Natürlich verarbeitet die Band Einflüsse zwischen HYPOCRISY, OPETH, SAMAEL und DARK TRANQUILLITY, doch IN DISGRACE verstehen es auf „Demon“, daraus etwas Eigenes zu erschaffen.

Wenn Ihr also den heimischen Metal-Untergrund unterstützen wollt: „Demon“ gibt es als Download auf der Bandhomepage oder als CD mit gedrucktem Booklet (8 Seiten) im schicken Jewelcase für 5€ + Porto.

16.04.2010

- Dreaming in Red -

Der metal.de Serviervorschlag

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