In Nothingness - Black Sun Funeral

Review

Kommt mit auf eine Reise in die Vergangenheit. In eine Zeit, als die Göteborger Schule noch von Bedeutung war. Eine Zeit, in der AMON AMARTH und ARCH ENEMY den Melodic Death Metal noch nicht kommerzialisiert haben. IN NOTHINGNESS betreiben auf ihrem ersten Album Göteborger Schule der ersten Bank. Nur, dass sie eben aus Japan kommen.

Ein Japaner – Alle Instrumente

Oder man sollte eher Er sagen. Denn IN NOTHINGNESS ist das Ein-Mann-Projekt des Japaners Kenta Inoue beziehungsweise Lord Nothingness, der – wie auch schon auf der 2017 erschienenen EP „Into The Nothingness…“ – alle Instrumente selbst eingespielt hat. Und auf allen macht er eine fantastische Figur. Man mag fast nicht glauben, dass hier alles von einer Person stammt. Aber vielleicht ist genau das der Grund, weswegen wir fünf Jahre zwischen Demo und Debüt warten mussten.

IN NOTHINGNESS – Neue Hoffnung für alte Fans?

Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass sich der Melodic Death Metal von seinen 90er-Jahre-Wurzeln stark weiterentwickelt hat. Altbekannte Bands wie IN FLAMES oder DARK TRANQUILLITY haben sich mitunter weit von ihren Anfängen entfernt. Und Combos wie AMON AMARTH führen das Genre fast ins wikingische ad absurdum. Das mag so manchem, der mit der Göteborger Schule aufgewachsen ist, ein Dorn im Auge. IN NOTHINGNESS schaffen es mit dem Opener „The Garden Of Pain“, Gefühle der musikalischen Geborgenheit hervorzurufen. Denn mit „Black Sun Funeral“ knüpfen sie nahtlos an die IN FLAMES-Klassiker „Colony“ und „Clayman“ an und kombinieren es gekonnt mit „The Gallery“ und „The Minds I“ von DARK TRANQUILLITY, ohne dabei allzu sehr nach einer Kopie zu klingen.

Die Sonne geht im Osten auf

Auf „Black Sun Funeral“ entwickeln IN NOTHINGNESS eine dynamische Eigenheit, bei der man fast glauben könnte, es handele sich um eine lange verschollene Platte aus dem Jahr 1997. Wer mal wieder verdammt gut konstruierten Melodic Death Metal hören möchte, der komplett ohne Keyboards, Wikingerhelme und Klargesang auskommt, wird mit „Black Sun Funeral“ definitiv seine Freude haben. Man darf gespannt sein, wie sich IN NOTHINGNESS in Zukunft weiterentwickeln und ob sie es schaffen, das Niveau beizubehalten.

30.06.2022

Der metal.de Serviervorschlag

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